Schon eine Stunde am Ufer ist tödlich: Das ist der gefährlichste See der Welt

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Im Süden des russischen Ural-Gebirges liegt der tödlichste See der Welt
  • Eine nukleare Katastrophe 1957 vergiftete den Ort
  • Warum er auch heute noch eine Bedrohung ist, seht ihr im Video oben

Im Süden Russlands leitete das Atomkraftwerk Majak jahrelang hochgiftigen Müll in die umliegenden Gewässer. Im Jahr 1957 ereignete sich allerdings eine Katastrophe im Werk.

In Kombination mit der jahrelangen Verschmutzung entstand so der tödlichste See auf Erden.

Nach einer Stunde sofortiger Tod

Der Karatschai-See liegt im Süden des russischen Uralgebirges. Er ist bis heute extrem verstrahlt, und bereits einige Minuten am Ufer sind lebensbedrohlich. Jeder, der länger als eine Stunde vor Ort ist, stirbt an der Strahlendosis.

Die Atomkraftanlage war eigentliche streng geheim und produzierte bis zur Katastrophe neun Jahre lang ausschließlich Plutonium für eine sowjetische Atombombe.

Als ein Tank mit radioaktiven Substanzen explodierte, wurde die Atmosphäre schwerer belastet, als bei der Katastrophe von Tschernobyl.

Radioaktiver Staub

Der See trocknete Jahre später aus, und der radioaktive Staub wurde durch den Wind verteilt. Die tödlichen Partikel verursachten bei Anwohnern Missbildungen, Krankheiten und unmittelbare Todesfälle.

Der Staat versuchte, den See mit Beton zu füllen und damit zu verschließen. Diese Schicht hat aber inzwischen Risse und Wasser tritt wieder aus.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(best)

Korrektur anregen