Sturmtief "Sebastian" fegt über Hamburg hinweg - zwei Todesopfer

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  • Sturmtief "Sebastian" hat Teile Deutschlands verwüstet, in Hamburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen
  • Ein Mann wurde von einem Gerüstteil getroffen, ein Rollstuhlfahrer stürzte in die Elbe

In Hamburg hat Sturmtief "Sebastian" am Mittwoch erste Todesopfer gefordert: Ein Mann wurde von einem umstürzenden Baugerüst getroffen und verstarb an seinen Verletzungen.

Eine Sturmböe habe vermutlich das Gerüstteil vom Dach eines Gebäudes gerissen, berichtet "Die Welt".

Wenig später sei ein Rollstuhlfahrer von einem Fähranleger in die Elbe gestürzt und ertrunken.

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Polizeibeamte sichern die Unglücksstelle in Hamburg. Quelle: dpa

Der Mann wurde vermutlich von starken Winden vom Fähranleger geweht. Laut Zeugen sei er mit seinem Rollstuhl in der Elbe untergegangen und nicht wieder aufgetaucht.

Taucher entdeckten den leblosen Mann schließlich, doch die Hilfe kam zu spät.

Zahlreiche Verspätungen im Verkehr

In Hamburg kam es während des Tages zu Verspätungen im S-Bahn-Verkehr. An der Küste wurden zahlreiche Fährverbindungen eingestellt.

Auch in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen kam es zu Störungen und Verzögerungen im Bahnverkehr. Wie ein Sprecher der DB Regio mitteilte, gab es "über das ganze Land verteilt immer wieder Probleme".

Laut Deutschem Wetterdienst ist in NRW den ganzen Tag über noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde zu rechnen. Im Aachener Raum, Münsterland, Ostwestfalen und in den Gipfellagen von Rothaargebirge und Eifel seien sogar Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern möglich. Erst in der Nacht soll sich die Lage allmählich beruhigen.

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Mit Material der dpa.

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(jg)

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