Seit 1950 nehmen alle Mädchen dieser Familie dasselbe Foto auf - immer an einem bestimmten Tag

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  • Die Familie Hirt aus den USA hat seit 1950 eine ganz besondere Tradition
  • Jedes Mädchen trägt an seinem ersten Schultag dasselbe Kleid
  • Die Aufnahmen seht ihr im Video oben

Eltern wollen, dass ihr Kind am ersten Schultag einen guten Eindruck macht - das richtige Outfit spielt da keine unbedeutende Rolle.

Die Familie von Jenny Hirt muss sich über diese heikle Fragestellung allerdings keine Gedanken machen. Denn seit sage und schreibe 67 Jahren tragen alle Mädchen am ersten Tag der Vorschule dasselbe Kleid.

Jenny hat schon zwei Töchter, Caroline und Ally, in dem gelb-lilafarbenen Kleid eingeschult. Seit ihre Tante, Martha Esch, 1950 darin ihren ersten Schultag erlebte, ist das Kleid zu einem festen Bestandteil der Familientradition geworden.

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Links: Jenny Hirt mit ihrer älteren Tochter Ally; rechts: Jennys Nichte; Credit: Jenny Hirt

Jenny trug das Kleid, als sie 1981 in die Vorschule kam

Genäht hat das Kinderkleid Jennys Urgroßmutter, Maude Hatton Bryant. Deren Tochter, Helen Esch Stewart, hat später noch die Stickerei hinzugefügt.

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Jenny selbst trug das Kleid, als sie 1981 in die Vorschule kam. Inzwischen hat es 19 Mädchen durchwandert und ist durch sieben US-Staaten zu seiner jeweils nächsten Besitzerin gereist: durch Michigan, North Carolina, Arizona, Oregon, Colorado, Ohio und Florida.

Diesen Sommer hat Jenny ein paar Stellen an dem inzwischen viel getragenen Kleidungsstück geflickt und stellte dabei fest, dass die Knöpfe mindestens drei Mal verrückt wurden. Andere Verwandte müssen das Kleid mehrmals verändert haben, damit es allen Mädchen passte.

Ihre ältere Tochter, Ally, sei begeistert gewesen, dasselbe Kleid wie ihre Mutter und ihre Großmutter zu tragen, sagte Hirt der HuffPost US. Ihre Jüngere hingegen habe sie erst dazu überreden müssen. Sie willigte nur ein, weil sie dem Outfit ihren eigenen Twist geben durfte.

Jennys Familie legt viel Wert auf Austausch

"Caroline wollte unbedingt ihre schwarzen Stiefel dazu tragen", erzählt Hirt. "Außerdem weigerte sie sich, ihre Haare zu zwei Zöpfen zu binden, wie es viele der anderen Mädchen getan haben."

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Es gibt noch drei weitere kleine Familienmitglieder, die das Kleid bald tragen werden. Sie sind jetzt zwei, drei und vier Jahre alt.

In Jennys Familie spielen Traditionen grundsätzlich eine wichtige Rolle. Die Mitglieder tauschen auch gerne alles, was sie nicht mehr brauchen, untereinander aus. "Rezepte, Kleidungsstücke, Schmuck, Kunstwerke, Stühle, Musikinstrumente - alles", sagt Hirt.

"Als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, schickte mir meine Mutter riesige Kisten mit der Babykleidung, die ich getragen hatte, und Spielsachen, die jahrelang darauf gewartet hatten, dass ich auch ein Kind bekomme."

"Es ist ein Weg, die Erinnerungen an Familienmitglieder aufrecht zu erhalten"

Jenny hofft, dass auch die kommenden Generationen die Tradition aufrechterhalten werden. Sie wolle auch andere Familien dazu ermutigen, die Dinge zu würdigen, die eine Bedeutung über mehrere Generationen aufgebaut haben.

"Es ist ein Weg, die Erinnerungen an Familienmitglieder aufrecht zu erhalten und zu bewirken, dass unsere Kinder stolz auf ihre Vorfahren sind", sagte Hirt. "Außerdem bringt es uns als Familie enger zusammen."

Dann hoffen wir für Jenny und ihre Familie, dass das Kleid noch möglichst lange seinen Dienst tut. Bis jetzt zumindest hat es sich ja erstaunlich gut gehalten.

Angebot: Auch eine schöne Tradition sind Schultüten. Lasst euch inspirieren:

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(ks)

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