5 Gründe, warum das neue iPhone unser Verhältnis zu Computern radikal verändern wird

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5 Gründe, warum das neue iPhone unser Verhältnis zu Computern für immer verändern wird | Stephen Lam / Reuters
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  • Apple hat am Dienstag das langerwartete Jubiläums-iPhone vorgestellt
  • Das iPhone X kommt mit zahlreichen neuen Features daher
  • Das Gerät könnte die Art, wie wir mit technischen Geräten umgehen, für immer verändern

“Von Zeit zu Zeit kommt ein revolutionäres Produkt daher. Eines, das die Welt verändern wird” - mit diesen Worten hat Apple-Gründer Steve Jobs im Januar 2007 der Welt das erste iPhone vorgestellt. Heute, etwas mehr als zehn Jahre später, wissen wir: Er hatte recht.

Doch lange kam aus Cupertino nicht wirklich etwas Innovatives in Sachen iPhone.

Bis jetzt. Bis zum Jubiläums-iPhone. Die Erwartungen der Tech-Szene waren groß. Doch viele konnte Apple erfüllen.

Ein Produkt, das den Maßstab fürs nächste Jahrzehnt setzt, sagte Apple-CEO Tim Cook. Er könnte Recht haben: Das iPhone X (sprich: Ten) wird unser Verhältnis zu Computern wohl für immer ändern. Das sind die Gründe:

1. Augmented Reality

Schon lange wurde spekuliert, dass Apple einen großen Vorstoß in Richtung Augmented Reality (AR) machen wird.

Nun ist klar: Apple setzt voll auf Augmented Reality - ob es ARKit ist - ein Programm, mit dem Entwickler AR-Apps fürs neue iPhone entwickeln können - oder die neuen Features in der Kamera. Bei der wurde nachträglich die Tiefenebene angepasst, was die Darstellung virtueller Elemente im realen Raum ermöglicht.

Außerdem erlaubt sie die Manipulation und Isolation einzelner Bild-Elemete. So können Teile von Fotos mit virtuellen Zusätzen ausgestattet oder auch Details in einem Bild verschoben und gedreht werden.

Die praktischen Anwendungen von AR in Alltag und im Beruf sind fast unendlich. Sei es der Architekt, der dem Kunden seinen Plan visualisieren möchte oder ein Museum, das seinen Besuchern zusätzliche Informationen zu den Ausstellungsstücken vermitteln will.

Apple-Analyst Gene Munster ist der Meinung, dass AR langfristig die Grundlage für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine sein wird. Und das für die gesamte Tech-Welt.

Cook wagte im Gespräch mit dem britischen "Independent" sogar einen krassen Vergleich: “Ich sehe AR als eine genauso große Idee wie das Smartphone."

Seiner Meinung nach verbessere die Technologie das Leben vieler - und habe außerdem einen großen Entertainment-Faktor. Er betrachtet die Technologie daher nicht als Produkt, sondern als Kerntechnologie, wie den Prozessor.

Das iPhone ist im Gegensatz zu vielen früheren AR-Versuchen massentauglich. Und hat gegenüber Brillen den Pluspunkt, dass der Besitzer kein Gestell im Gesicht tragen muss, um in den Genuss der Vorteile vermischter Realität zu kommen.

2. Siri

Schon lange war klar, dass Apples Siri zwar die erste, aber nicht mehr die beste digitale Sprachassistentin war. Amazons Alexa und der Google Assistant hatten Siri den Rang abgelaufen. Es war Apples Pflicht, Siri wieder konkurrenzfähig zu machen.

So wie es aussieht, ist Apple das gelungen.

Siri wird sich, zum ersten Mal, über verschiedene Geräte synchronisieren. Das heißt, dass Antworten, die ein User auf einem Mac auf eine E-Mail gegeben hat, als Grundlage für eine Antwort auf dem iPhone dienen wird. Siri wird mehr sein, als ein Sprachassistent. Siri empfiehlt dem User auch News - basierend auf der Web-Suche.

Das heißt, dass Apples künstliche Intelligenz wohl endlich mit den andern Sprachassistenten mithalten können wird. Und damit wohl auch die Art und Weise, wie wir mit Maschinen kommunizieren, verändern wird.

Damit öffnet der Techriese den Markt für zahlreiche Sprachanwendungen.

3. 3D-Sensoren/Face ID

Das iPhone X kommt - wie erwartet - mit Gesichtserkennung daher.

Face ID ersetzt Touch ID, ist laut Apple schneller, sicherer und genauer. Das iPhone erkennt seinen Besitzer sogar, wenn es auf dem Tisch liegt, wenn das Gesicht nur von der Seite zu sehen ist, oder wenn sich die Frisur des Nutzers ändert. Und während die Chance, Touch ID zu hacken, bei 1 zu 50.000 liegt, liegt sie bei Face ID 1 zu 1.000.000.

Das heißt: das iPhone und unsere Daten werden sehr viel sicherer.

Und wenn das iPhone sicherer wird, dann sind auch Anwendungen wie Apple Pay denkbar. Sollte der Payment-Service - endlich - auch hierzulande starten, könnte das Mobile Payment den überfälligen Durchbruch erleben. Vielleicht zahlen wir dann bald alle über das Smartphone oder die Smartwatch.

4. Design

Noch nie hat sich das Display-Design bei einem iPhone im Vergleich zum Vorgänger so sehr verändert, wie beim iPhone X. Der Home-Button? Weg.

Der Rahmen? Weg. Stattdessen ein viel größerer Bildschirm bei gleicher Größe des Smartphones.

Noch dazu ein OLED-Display, das Apple “Super-Retina” nennt. Das ermöglicht bessere Kontraste und macht das Display auch noch energiesparsamer.

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Diese Neuerung kommt zwar klein und unscheinbar daher - ist aber massiv. Nicht nur ändert sich das ikonische iPhone-Design, das im Großen und Ganzen seit zehn Jahren sehr ähnlich ist. Auch wenn es rahmenlose Bildschirme und OLED-Displays schon etwas länger gibt - so richtig angekommen sind die Technologien bei der breiten Bevölkerung noch nicht.

Man kann davon ausgehen: Wenn sich das iPhone-Design ändert, ändert sich der komplette Status-quo für Smartphones.

Durch das größere Display werden Tablets und Laptops überflüssiger und überflüssiger. Schon jetzt sind es vor allem Smartphones, die vielen Menschen - zum Beispiel in der dritten Welt - Zugang zum Internet ermöglichen.

Durch immer größere Bildschirme wird das Smartphone immer stärker zum wichtigsten Instrument der globalen Vernetzung.

5. Bedienung mit Gesten

Die Bedienung des neuen iPhones ändert sich komplett - der Home Button fällt ja weg. Statt auf physische Knöpfe zu drücken, wird das neue iPhone allein mit Gesten gesteuert. Alles funktioniert über den Touchscreen. Verschiedene intuitive Bewegungen mit den Fingern steuern die Funktionen des Smartphones.

Apple hat schon mit der grafischen Benutzeroberfläche und dem Multitouch-Display des ersten iPhones die Maßstäbe für die User-Experience gesetzt.Jetzt geht die Firma den nächsten Schritt: Zuerst die Maus, dann unsere Finger - irgendwann werden Gesten reichen, um alle Tech-Devices zu kontrollieren.

Steve Jobs, sagt Cook am Ende, wäre stolz gewesen, auf das, was Apple mit den neuen Produkten geschaffen hat. Und am Ende könnten sich die Worte, mit denen die Tech-Ikone das erste iPhone vor zehn Jahren präsentierte, auch für das Jubiläums-Smartphone aus Cupertino bewahrheiten. Es könnte eines dieser Produkte sein, das die Welt verändert.

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(jg)