"Viel Glück": Airline lässt deutsche Familie auf Flucht vor Hurrikan "Irma" im Stich

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IRMA
"Viel Glück": Airline lässt deutsche Familie auf Flucht vor Hurrikan "Irma" im Stich | Carlos Barria / Reuters
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  • Die Familie Ohrmann aus Berlin hat Hurrikan "Irma" miterlebt
  • Die Familie versuchte, einen früheren Rückflug zu ergattern
  • Doch Delta Airlines konnte den Ohrmanns nicht helfen

Hurrikan "Irma" rast mit einem Tempo von 300 Stundenkilometern über die Karibik hinweg. Am Sonntag haben die ersten Ausläufer auch den US-Bundesstaat Florida erreicht.

Bereits am Freitag traf der Hurrikan die Bahamas, es kam zur größten Evakuierung der Geschichte des Inselstaats.

Auch der Deutsche Dietmar Ohrmann war betroffen. Er machte mit seiner Familie auf der Karibikinsel Providenciales, südlich von den Bahamas, Urlaub.

Der Berliner wollte seine Liebsten eigentlich noch in Sicherheit bringen - doch die Fluglinie Delta Airlines machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Das berichtet die Familie in der Tageszeitung "Welt".

"Ich musste unseren Töchtern versprechen, dass wir nicht sterben"

Am Donnerstag habe die Familie abreisen wollen, berichtet Ohrmann in einem Beitrag für die Zeitung. Am Dienstag stand bereits fest, dass "Irma" über die Insel ziehen würde. Vor allem die Kinder hätten große Angst vor dem Wirbelsturm gehabt.

"Ich musste unseren Töchtern, 14 und 11, versprechen, dass wir nicht sterben und dort lebend rauskommen", schreibt der Familienvater in der "Welt". Also habe er sich dazu entschieden, schon einen Tag früher als geplant abzureisen. Er habe die Fluggesellschaft Delta Airlines kontaktiert und um einen früheren Rückflug gebeten.

Vergebens. Am Telefon soll er lediglich gehört haben: "Wir können nichts tun, 'we wish you good luck.'“

Die Familie raste sogar zum Flughafen

Online neue Flüge zu buchen, habe ebenfalls nicht funktioniert. Ständig sei die Verbindung abgebrochen.

Also seien Ohrmann und seine Frau zum Flughafen gerast, um direkt am Schalter Flugtickets zu kaufen. Bei American Airlines, der einzigen Fluglinie, die überhaupt noch Tickets hatte, hätte die Familie allerdings kein Glück gehabt.

Einem Freund der Ohrmanns, der ein Reisebüro in Münster leitet, sei es dann letztlich gelungen, Tickets nach Miami zu besorgen. Aber nur drei Stück - für die Kinder und ihre Mutter.

Familienvater Ohrmann habe dann noch über eine Warteliste ein Ticket erhalten. Auch nach Miami. Dort sei die Familie dann wieder vereint gewesen.

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