Gefährliches Naturphänomen nach Hurrikan "Irma": Plötzlich war das Meer weg

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  • Hurrikan "Irma" wütet derzeit auf den Bahamas
  • Der Wirbelsturm sorgt auch an den Stränden für Verwüstung
  • So gibt es an einigen Abschnitten gar kein Wasser mehr, wie auch oben im Video zu sehen ist

Hurrikan "Irma" fegt derzeit mit rund 300 Stundenkilometern über die Karibik und Teile der USA. Der Sturm ist so mächtig, dass er einige Strandabschnitte auf den Bahamas ohne Wasser zurückgelassen hat.

"Meine ganze Familie auf den Bahamas hat gesagt, dass 'Irma' das ganze Wasser abgesaugt hat. Hier ist einfach kein Wasser mehr. Der Strand und der Ozean sind weg", schreibt Twitter-Nutzer @Piznack.

Dann hat er noch ein Video der bedrückenden Szenerie hochgeladen:

An den betroffenen Orten erinnert nichts mehr daran, dass dort einst ein Strand war. Das Meer gleicht jetzt einer Sandwüste. Hintergrund ist ein seltenes Naturphänomen - das für Urlauber oder Spaziergänger eine heimtückische Gefahr birgt.

Der Sturm kann die Form des Ozeans verändern

Angela Fritz, Wetter-Chefin der "Washington Post", sagte, dass das Phänomen während extrem schwerer Hurrikans auftreten kann. Der Sturm ist so mächtig, dass er sogar die Form des Ozeans verändern kann, erklärte Fritz.

"Hurrikan 'Irma' ist so stark, der Druck allerdings sehr gering. So kann der Sturm das Wasser in seiner Umgebung aufsaugen. Das landet dann im Kern des Hurrikans", schreibt Fritz in einem Artikel.

"In der Mitte des Sturms, wo der Druck enorm niedrig ist, wird das Wasser nach oben gezogen. Der niedrige Druck ist quasi der Ansaug-Mechanismus - Luft wird eingesogen und wenn der Druck wirklich richtig niedrig ist, kann der Sturm sogar die Form des Meeres verändern. Weil der Sturm das Wasser in Richtung seiner Mitte schleudert. Das Wasser wird so von seiner natürlichen Umgebung weggezogen."

"Das Wasser kann noch heftiger zurückkommen", schreibt ein Meteorologe

Wayne Neely, ein Meteorologe vom Bahamas’ Department of Meteorology warnt Anwohner vor dem Phänomen. Sie müssten vorsichtig sein, weil die Wassermassen jederzeit "noch heftiger zurückkommen" könnten.

An vielen Stellen ist das Wasser bereits zurückgekehrt. So ist beispielsweise diese spektakuläre Aufnahme auf den Bahamas entstanden:

Dieser Artikel erschien zuerst bei der HuffPost USA und wurde von Bettina Steinke aus dem Englischen übersetzt.

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(mf)

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