Überall in NRW tauchen derzeit Wahlplakate auf, die Erdogan zeigen - das steckt dahinter

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  • Der türkische Präsident Erdogan ist auch im deutschen Wahlkampf präsent
  • In NRW lächelt er jetzt sogar von Wahlplakaten

Die Kleinpartei Allianz Deutscher Demokraten (ADD) wirbt auf Plakaten für die Bundestagswahl mit einem Bild des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Der türkische Text darauf zitiert Erdogan und bedeutet "Türkei-Freunde - Steht mit ihnen zusammen! Gebt ihnen Eure Stimmen! Wachst mit ihnen!"

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(Wahlplakat mit Erdogan-Konterfei in der Keupstraße in Köln. Quelle: dpa)

Gemeint seien alle Parteien, die nicht türkeifeindlich seien, erklärte Ertan Toker, ein Bundestagskandidat der Migrantenpartei, die Erdogans Wohlwollen genießt.

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"Das Plakat ist eine Bereicherung der Demokratie"

Ihm zufolge hängen die Plakate in Köln, Düsseldorf, Duisburg und Essen. Weitere Städte sollten folgen, sagte Toker. Toker sagte, er verstehe das Zitat als Aufruf zur Wahl und damit als "Bereicherung der Demokratie", da viele Türkeistämmige nicht wählten.

Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, sagte, er habe das ADD-Plakat mit Erdogans Foto "als Satire" empfunden. "Ein Staatsoberhaupt sollte sich eigentlich dagegen wehren, dass sein Name so missbraucht wird in einem fremden Wahlkampf", sagte er.

In der deutschen Parteienlandschaft existierten genügend Parteien, in denen Menschen mit Migrationshintergrund mitarbeiten und ihre Ziele durchsetzen könnten. "Eine spezielle Migrantenpartei halte ich nicht für notwendig."

ADD erhielt nur 0,1 Prozent der Stimmen

ADD-Gründer, Ramazan Akbas, erklärte, das Plakat sei auch eine Reaktion auf Anti-Erdogan-Plakate, etwa von den Grünen. Diese werben mit "Erdogan ärgern, Özdemir wählen!".

Die ADD war 2016 als Reaktion auf die Armenier-Resolution des Bundestages gegründet worden. Bei der NRW-Landtagswahl erhielt sie 0,1 Prozent der Stimmen. Zur Bundestagswahl tritt sie nur in Nordrhein-Westfalen an.

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