CDU-Politiker Tauber: "In der einen Hand das AfD-Plakat schwenken, die andere zum Hitlergruß heben"

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Angela Merkel mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber | Ralph Orlowski / Reuters
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  • Die Wahlkampfauftritte von Kanzlerin Merkel werden regelmäßig gestört
  • Nun hat sich CDU-Generalsekretär Tauber dazu geäußert

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hält die Demonstranten, die bei Wahlkampfveranstaltungen Kanzlerin Angela Merkel ausbuhen, zu weiten Teilen für Rechtsextreme.

Diese störten "unter dem Banner der AfD" fast alle CDU-Veranstaltungen, sagte Tauber im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Sie schreien und pöbeln, nerven die wirklich interessierten Besucher", kritisierte der CDU-Politiker. Und er fügte hinzu: "Aber das halten wir aus. Wir weichen nicht, das sind wir unseren Anhängern schuldig."

"Schulz muss klare Haltung zeigen"

Tauber sprach von "selbsternannten Patrioten", die "mit der einen Hand AfD-Plakate schwenken und die andere zum Hitlergruß heben". So sei es in Finsterwalde geschehen.

Der CDU-Generalsekretär erklärte: "Das ist schlimm. Fest steht aber auch: Die Zahl der ernsthaft Interessierten ist um ein Vielfaches höher als die der Schreihälse – auch im Osten."

Die Union werde weder mit der AfD noch mit der Linkspartei zusammenarbeiten.

Er forderte auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zu "klarer Haltung" auf. Im TV-Duell mit Merkel habe Schulz "sich wie ein Aal gewunden bei der Frage nach Rot-Rot-Grün". So ein Bündnis würde Deutschland massiv schaden, warnte Tauber.

Mehr zum Thema: Krawall-Wahlkampf im Osten: In einem Moment wird es für Merkel in Strasburg richtig ungemütlich

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