Radikale E-Mail von AfD-Politikerin Weidel aufgetaucht - die bestreitet die Echtheit

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ALICE WEIDEL
"Buergerkriege durch Ueberfremdung": Radikale E-Mail von AfD-Politikerin Weidel aufgetaucht - die bestreitet die Echtheit | Joachim Herrmann / Reuters
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  • AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ist bisher nicht vor deutlichen Worten zurückgeschreckt
  • Nun ist eine E-Mail aufgetaucht, dessen Inhalt aber alles bisher Gesagte in den Schatten stellt - sollte sie denn echt sein
  • Denn Weidel bestreitet, dass die E-Mail von ihr stammt - doch frühere Bekannte belasten sie schwer

Von der AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel soll eine E-Mail mit rassistischen Bemerkungen und Demokratie-verachtenden Thesen aufgetaucht sein.

Die AfD bestreitet allerdings in Weidels Namen, dass sie die Autorin ist. Die "Welt am Sonntag" ("Wams") berichtet jedoch, ihr liege eine eidesstattliche Versicherung des Mail-Empfängers, eines früheren Bekannten Weidels, vor.

Der Zeitung zufolge heißt es in der E-Mail vom 24. Februar 2013 in Originalschreibweise:

"Der Grund, warum wir von kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc ueberschwemmt werden, ist die systematische Zerstoerung der buergerlichen Gesellschaft als moegliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden."

Zudem werde in dem Schreiben die Bundesregierung von Angela Merkel (CDU) verunglimpft, wie das Blatt weiter zitiert:

"Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen."

Ferner werde kritisiert, dass Deutschland nicht souverän und die Justiz bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht korrumpiert sei.

AfD-Sprecher: E-Mail ist "eine Fälschung"

AfD-Sprecher Christian Lüth sagte auf dpa-Anfrage, Weidel habe ihm versichert, diese Mail stamme nicht von ihr. Es sei "eine Fälschung".

Der Empfänger der Mail führte gegenüber der "WamS" zur Begründung für Weidels Urheberschaft an, dass sich die Betreffzeile der Mail auf ein Gespräch mit ihm beziehe, und sie diese wie üblich mit ihrem Spitznamen "Lille" gezeichnet habe. Auch nach dpa-Informationen war "Lille" früher ein Spitzname Weidels.

Zu der Zeit, aus der die Mail angeblich stammt, soll Weidel nach Angaben der Zeitung noch nicht Parteimitglied gewesen sein. Sie habe damals aber begonnen, sich im AfD-Vorläufer "Wahlalternative 2013" zu engagieren, berichtet die "Wams".

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(ll)

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