Eine Schwangere wurde aus einem Restaurant geworfen - wegen ihres T-Shirts

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  • Eine schwangere Amerikanerin sorgt mit einem Vorwurf gegen eine Restaurantkette gerade für Aufsehen
  • Ihr Vorwurf: Man habe sich geweigert, sie zu bedienen - weil ihr T-Shirt nicht den Regeln entsprach
  • Das Shirt, das sie trug, seht ihr in den Videoaufnahmen oben

Eine Frau aus Washington sorgt gerade über die Grenzen der USA hinaus für Schlagzeilen. Charisha Gobin wirft einem Restaurant vor, man habe sich geweigert, sie zu bedienen - wegen ihres Outfits.

Gobin ist im achten Monat schwanger; sie erwartet Zwillinge. Laut dem Nachrichtensender KIRO wollte sie vergangenen Sonntag in dem Steakhouse Buzz Inn mit ihrer Familie zu Abend essen. Doch als sie das Restaurant betreten habe, hätte eine Mitarbeiterin ihr mitgeteilt, sie könne so nicht dort essen, berichtet der Sender.

Ihr Outfit: ein langer Rock und ein schwarzes Shirt, auf dem "Weirdo" (dt.: Sonderling) stand. Das Shirt ließ einen Teil ihres Bauchs frei, sodass ihre Haut zu sehen war.

Gobin: "Ich fühlte mich bloßgestellt"

"Die Kellnerin stoppte uns und sagte "Tut mir leid, Sie können hier mit diesem Shirt nicht rein'", erzählte die werdende Mutter dem Sender. “'Ich sagte ‘Meinen Sie das echt ernst?'. Daraufhin sie: 'Ja, gehen Sie bitte'."

Sie sei sehr wütend geworden und habe sich "bloßgestellt" gefühlt, sagte Gobin. Sie glaubt, dass jede Nichtschwangere mit einem kurzen Top kein Problem bekommen hätte. "Wäre es jemand anders gewesen, hätte das Restaurant bestimmt nichts gesagt."

Noch am selben Abend postete Gobin ein Foto von sich vor dem Restaurant auf Facebook. "Ich wurde grade aus dem Buzz Inn auf der State Avenue in Marysville geworfen - wegen meines Outfits", schrieb sie zu dem Bild. "Ich verstoße gegen die gesundheitlichen Vorschriften."

Die Restaurantkette hat ein Statement veröffentlicht

Ihr Post zeigte Wirkung. Am Montag veröffentlichte Buzz Inn eine Entschuldigung auf Facebook.

"Wir entschuldigen uns vielmals für das Missverständnis", heißt es in dem Statement. "Wir werden mit allen Angestellten sprechen, um sicherzustellen, dass eine Regel nicht überstrapaziert wird, die dazu da ist, dass sich all unsere Gäste wohl fühlen können."

Die Kellnerin, um die es ging, arbeite seit fast 20 Jahren in dem Restaurant und habe nur versucht, nach bestem Gewissen die Vorschriften einzuhalten. "Ganz sicher wollte sie niemanden demütigen."

Auch die Mitarbeiterin, die Gobin des Restaurants verwies, hat sich zu Wort gemeldet, möchte aber anonym bleiben. Das T-Shirt habe die Hausregeln des Restaurants verletzt, sagte sie dem Sender KIRO. Die nämlich besage "kein Shirt, keine Schuhe, kein Service".

Sie hätte jeden in einem derart kurzen T-Shirt gebeten, das Lokal zu verlassen, beteuerte sie - egal, ob schwanger oder nicht.

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Gobin selbst sieht das allerdings nicht ein. Sie habe noch nie von einer Regel gehört, die ein bauchfreies Shirt nicht als Shirt qualifiziere, sagte sie dem Sender. “Ich trug ein Shirt. Es hatte Ärmel. Es war noch nicht mal mein Dekolleté zu sehen.”

Den Post mit dem Bild ihres Outfits hat die Amerikanerin inzwischen bei Facebook auf privat gestellt. Mehrere Fernsehsender, darunter KIRO und CBS, zeigen es aber in Beiträgen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost USA
und wurde von Lea Kosch aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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