Dieser Junge darf nicht in die Schule gehen - weil er SO am ersten Tag auftauchte

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  • Ein vierjähriger Junge aus Houston in Texas durfte an seinem ersten Tag nicht in die Vorschule gehen
  • Die Schulleitung sagte, seine Haare seien zu lang
  • Jetzt legt seine Mutter Beschwerde ein

Der vierjährige Jabez Oates freute sich auf seinen ersten Tag in der Vorschule.

"Er hat gesagt, dass er zur Schule gehen will, um sein Gehirn gesund zu machen - nur damit ihr eine Ahnung davon habt, wie er ist", sagte seine Mutter, Jessica Oates. "Er war so aufgeregt, endlich zur Schule zu gehen und jetzt versteht er einfach gar nichts mehr."

Denn das alles war, bevor der 25-jährigen Mutter am Freitagnachmittag erzählt wurde, dass ihr Sohn nicht zu der Barbers Hill Schule, einer unabhängigen Vorschule in Houston, Texas zurückkehren dürfe, ehe er sich nicht die Haare abschneide, die er schon seit seiner Geburt wachsen lässt.

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Credit: Jessica Oates

Die Vorschule hat eine Regel für Jungen, die besagt, dass das Haar nicht länger als bis zum Kragen reichen und nicht das Auge oder die Augenbrauen bedecken darf.

Der Junge durfte nicht einmal aus dem Auto steigen

Diese Regel gilt in fünf Staaten in den USA. Darin heißt es: "Die Kleiderregelung haben wir eingeführt, um unsere Standards und unsere Exzellenz zu bewahren. Sie soll unsere Schüler von anderen abgrenzen, sie über Hygiene und Körperpflege aufklären, Störungen vorbeugen und Sicherheitsrisiken minimieren."

Als Oates ihren Sohn am Montag zur Schule brachte, versuchte sie, die Vorschriften zu befolgen, indem sie seine Haare mit einem schwarzen Gummiband zu einem Knoten zusammengebunden hatte - aber es war dem Jungen nicht einmal gestattet, aus dem Auto zu steigen.

Sie traf sich mit dem Direktor und seiner Assistentin und sie sagten ihr, das Haar von Jabez widerspreche den Richtlinien. Am Dienstag musste sie sich deshalb sogar bei der Arbeit krankmelden, da ihr Sohn nicht zur Schule gehen konnte. Dennoch dachte sie nicht daran, ihrem Sohn einen anderen Haarschnitt zu verpassen.

"Ich werde seine Haare dann schneiden, wenn er mich darum bittet", sagte sie der HuffPost US. Sein Haar sei Teil seiner Identität und Ausdruck seiner Selbst.

Die Haare haben schon öfter zu Problemen geführt

"Es ist nicht das erste Mal, dass mir das Leben wegen der Haare meines Sohnes schwer gemacht wird", sagte sie. "Aber wenn du mit meinem Son sprichst, merkst du: Er liebt seine Haare. Er will sie nicht schneiden lassen. Sie sind ein Teil von ihm."

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Credit: Jessica Oates

Greg Poole, der Leiter der Schuler, erklärt, die Regeln des Schulbezirks würden von Verwaltern aus der Gegend beschlossen, die selbst Kinder hätten, die zur Barber Hill Vorschule gehen.

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"Barbers Hill ist einer der führenden Bezirke dieses Staates und unsere Anmeldungen für den Schulanfang sind seit 30 Jahren jedes Jahr gewachsen", sagte er der HuffPost.

"Der Zuwachs wird davon angeheizt, dass viele eine extrem strenge Bildungseinrichtung suchen und hohe Erwartungen an ihre Kinder haben."

Die Mutter gibt nicht auf und will sich weiter beschweren

"Eltern haben das Recht, nach einer angemessenen Umgebung für die Erziehung ihres Kindes zu suchen, ebenso hat Frau Oates das Recht, ihr Kind in einem Bezirk erziehen zu lassen, der ihren Vorstellungen eines angemessenen Aussehens entspricht", sagte er.

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"Wir sind bereit, Prozesse in Gang zu setzen, um uns den Bedenken von Ms Oates anzunehmen, wenn es ihr Wunsch ist, dass ihr Sohn in Barbers Hill zur Schule geht. Aber wir würden und sollten zurecht dafür kritisiert werden, wenn unser Bezirk die Erwartungen, die an ihn gestellt werden, nicht erfüllt oder seinen Regeln nicht mehr gerecht wird - nur um Frieden zu bewahren."

Die Mutter versucht nun, Beschwerde einzulegen und vor den Hauptverantwortlichen der Schule zu sprechen.

Der Ärger der Mutter hat sich schnell in Traurigkeit verwandelt

Sie fühlt sich betrogen und ungerecht behandelt, weil einige behaupteten, sie sei eine nachlässige Mutter, nur weil sie sich nicht der Kleiderregelung der Schule beuge.

"Ich dachte, ich hätte alles geregelt", sagte sie. "Ich habe meinen Sohn vorbereitet. Ich habe dafür gesorgt, dass er sich darauf gefreut hat, an seinem ersten Tag zur Schule zu gehen. Wir kennen hier niemanden, also habe ich dafür gesorgt, dass er gespannt war, neue Freunde kennenzulernen. Jetzt ist es einfach nur traurig."

Dieser Text erschien zuerst in der HuffPost US und wurde von Amelie Graen aus dem Englischen übersetzt.

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(lk)

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