Alanis Morissette hat mit den Folgen einer Depression zu kämpfen

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Hat noch heute mit den Folgen einer Wochenbettdepression zu kämpfen

Für viele Eltern gibt es absolut nichts Wchöneres im Leben als Kinder zu haben. Auch Alanis Morissette (43, "Ironic") wollte immer Mutter werden. Heute hat sie ihren Sohn Ever Imre (6) und ihre Tochter Onyx (1), die sie über alles liebt. Womit sie aber vor ihren Schwangerschaften nicht gerechnet hatte, war, dass sie mit Wochenbettdepressionen zu kämpfen haben würde. Noch immer leidet sie an den Folgen, wie sie jetzt im Interview mit dem US-Magazin "People" erzählt.

"Es gibt Tage, da fühle ich mich so geschwächt, dass ich mich kaum bewegen kann", gesteht die Sängerin. Schon als Kind habe sie sich vorgestellt, einen tollen Partner und selbst Kinder zu haben, aber diesen "Stein im Getriebe habe ich nicht erwartet." Schon bei ihrem ersten Sohn habe sie an postnatalen Depressionen gelitten, aber erst 16 Monate nach der Geburt sei die Krankheit festgestellt worden. Sie hatte starke physische Schmerzen, fühlte sich matt, litt an Schlaflosigkeit und hatte "grauenerregende" Visionen davon, dass ihrer Familie etwas zustoßen könnte.

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Sie war einst der Fels in der Brandung

Für ihre Familie war sie vor der Wochenbettdepression der Fels in der Brandung. Sie kümmerte sich um alles, fühlte sich wohl in der Entscheiderrolle und als Anführerin. "Jetzt kann ich mich kaum dafür entscheiden, was ich zu Essen machen soll." Die postnatale Depression habe sie bei ihrem zweiten Kind "vier mal schlimmer" als davor erwischt. Sie bekommt Medikamente, nutzt homöopathische Therapien, treibt täglich Sport und bekommt therapeutische Hilfe. Ihre Musik hilft ihr dabei die Krankheit zu verarbeiten. Viele Songs habe sie in den vergangenen drei Monaten geschrieben - einen pro Tag, sonst wäre sie "implodiert".

Ihr Mann, der Rapper Mario Treadway (37), habe stets zu ihr gestanden, auch wenn er unter der Krankheit genauso leiden musste. "Sogar Händchenhalten ist heute eine zutiefst intime Erfahrung", wie Morissette gesteht. Dafür schauen sie gemeinsam "Game of Thrones" und sie mache ihm Mut, dass sie wieder zu sich finden wolle: "Er tut was er kann und im Wesentlichen sage ich zu ihm: 'Es gibt eine Ende [dieser Krankheit] und ich bin gerade noch mittendrin. Es tut mir so leid, dass ich gerade nicht die Person sein kann, als die Du mich eigentlich kennst.'" Die Sängerin wisse sehr wohl, dass es "ein Licht am Ende des Tunnels gebe".

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