Die Sonne erlebt gerade ihren heftigsten Sturm seit dem Jahr 2008 - und er hat Auswirkungen auf die Erde

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SUN ERUPTION
Sonneneruption | NASA via Getty Images
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  • Die NASA zeichnet die stärkste Sonneneruption seit über zehn Jahren auf
  • Der geomagnetische Sturm beeinflusst Radiowellen und GPS-Signale
  • Für den Menschen besteht durch die Strahlung aber keine Gefahr

Die NASA-Mission Solar Dynamics Oberservatory beobachtet seit 2011 die Vorgänge auf der Sonne. Am Mittwoch hat sie Bilder der stärksten Sonneneruption aufgenommen, die sich seit dem Jahr 2008 ereignet hat. Damals begann der aktuelle Sonnenzyklus.

Die Raumfahrtagentur gibt aber Entwarnung. Die Strahlung, die bei dieser Explosion freigesetzt wurde, "kann die Erdatmosphäre nicht durchdringen und hat deshalb auch keine körperlichen Auswirkungen auf die Menschen auf der Erde."

Sonneneruption beeinflusst Technik

Und trotzdem kann eine so massive Eruption Kommunikationstechnik auf der Erde stören, zum Beispiel GPS-Signale.

Hier seht ihr die Sonneneruption:

Laut dem Magazin "National Geographic" hat der Ausbruch bereits Störungen im Hochfrequenzbereich von Radiowellen verursacht. Der Netzausfall im Radio hat sich über eine Stunde hingezogen und kann sich auch noch einmal wiederholen.

Die NASA konnte am Samstag einen starken geomagnetischen Sturm messen, der sich nach der Explosion ereignet hat. Sie stellte eine Karte im Internet bereit, die die Gegenden kennzeichnet, die höchstwahrscheinlich von der erhöhten Strahlung betroffen sind.

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Sonnenaktivität nimmt gerade ab

Ein Sonnenzyklus dauert rund 11 Jahre. In diesem Zeitraum nimmt die Sonnenaktivität zu und ab, erklärt die NASA. Aktuell nimmt die Aktivität der Sonne ab, umso ungewöhnlicher ist der heftige Ausbruch.

"Wir bewegen uns gerade auf ein Minimum der Sonnenaktivität zu, aber das Interessante daran ist, dass es immer noch Ereignisse wie die aktuelle Explosion gibt, auch wenn sie nicht mehr so regelmäßig sind", erzählt Rob Steenburgh, Wissenschaftler im Weltraumwetter-Prognosezentrum der NASA, der Seite space.com.

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Dieser Text erschien zuerst bei der US-Ausgabe der HuffPost und wurde von Franziska Schmalbach übersetzt.

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(ben)

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