Ein Mann stellt eine geschichtliche Frage auf Twitter - und ahnt nicht, was er auslöst

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MART TWAIN TWEETS
Mark Twain und die Tweets | Mark Twain Getty Twitter
Drucken
  • Auf Twitter hat ein Nutzer für eine Freundin eine Frage gestellt
  • Sie ist Geschichtslehrerin und will über wichtige historische Persönlichkeiten berichten
  • Er ahnte wohl nicht, dass er damit eine Diskussion über Geschlechter-Stereotype auslösen wird

Was wäre, wenn wir genau so über wichtige Männer der Geschichte reden, wie wir es über Frauen tun?

Der Twitter-User Manwhohasitall hat mit einem genialen Post genau das geschafft - und tausende Menschen haben auf seinen Tweet reagiert und selbst typische Sätze über Frauen auf Männer umgedreht.

"Sie braucht noch einen Mann für ihre Liste"

Letzen Freitag hat Man Who Has It All eine einfache Frage auf Twitter gestellt, die immer noch heiß diskutiert wird:

"Eine Freundin von mir ist Lehrerin. Sie macht gerade eine Liste von wichtigen, historischen Persönlichkeiten und sie braucht noch einen Mann für die Liste. Vorschläge?"

Die Antworten sind zum Schreien komisch

"Es gibt doch bestimmt einen Mann, der mit einer berühmten Frau verheiratet ist und ein bisschen Aufmerksamkeit will", antwortete die Schauspielerin Mara Wilson.

Vielen ist auch dieser eine berühmte Typ eingefallen, der, der so gut aussieht. Aber sie konnten sich nicht an seinen Namen erinnern.

Mehr zum Thema: Lustige Twitter-Diskussion: Ist Twix ein Keks oder ein Schokoriegel?

In dieser Twitter-Diskussion könnt ihr lesen, wie die User ihren Sarkasmus ausgepackt haben. Es ist ja auch schon ganz schön schwer, eine männliche Person aus der Geschichte zu finden:

"Viele wissen das gar nicht, aber Mark Twain war übrigens ein Mann.", ist die erste Antwort.

"Ich glaube, das wurde aber widerlegt. Die Geschichten sind so wundervoll geschrieben, das kann niemals von einem Mann sein!", reagiert Kate gleich darauf.


"Wir wissen doch alle, dass Männer nicht die Fähigkeiten dazu haben sowas zu schreiben... Das liegt einfach nicht in ihrer Natur, selig sollen sie sein", schrieb Kate.

Ein anderer Twitter-Nutzer antwortete: "Das ist halt die Natur; Männer können ja schon ein paar Sachen, schwere Sachen heben oder so. Aber sie können einfach nicht gut in allem sein, so wie Frauen."

Kate: "Und sie sind so labil. Wie sollen die sich auf intellektuelle Gespräche konzentrieren mit diesen ganzen Stimmungsschwankungen?"

"Das ist wahr. Man sieht ja, wie hysterisch sie werden, wenn sie Sport gucken - ich würde denen keine Codes für eine Atombombe anvertrauen", mischte sich Sian in die Diskussion mit ein.

Inzwischen haben über 3000 Nutzer auf diesen Tweet geantwortet. Und die absurden Kommentare hören auch nicht auf:


Adrian versucht sich an diesen einen Mann zu erinnern: "Da gab's doch mal diesen einen Kerl, der im Labor von Rosalind Franklin gearbeitet hat? Er hat ein Buch geschrieben über Menschen die DNA erforschen?"


April weiß weiter. Oder so ähnlich: "Ich glaube Watson Crick... oder er hieß Crick Watson... keine Ahnung, aber er hat nicht mal gut ausgesehen"

"Jungs haben im Labor nichts verloren; sie verlieben sich nur in dich und dann heulen sie...", schreibt Ilaria.

Lucy ist sich auch unsicher: "Ich frage mich manchmal, ob Männer überhaupt in einem Labor arbeiten sollten. Das lenkt doch nur die schwer arbeitenden Frauen ab. Wenn, dann ziehen sie sich hoffentlich angemessen an."

"Oh, der Mann von Iman? Hab gehört, er soll ein paar nette Platten rausgebracht haben. Ich wette, dass sie die meisten seiner Songs geschrieben hat und ihr Aussehen nachgemacht hat", schreibt ein Twitter-Nutzer nach einem Vorschlag, David Bowie solle auf die Liste.

"Ich glaube, Jungs wie er heiraten erfolgreiche Frauen um ihre Karriere auszunutzen. Ohne jetzt sexistisch zu sein! Aber es ist schon komisch", fügt Wendy hinzu.

Alice hat auch ein Statement für die Lehrerin: "Du findest schon ein paar Männer in Geschichtsbüchern. Klar, es sind jetzt nicht 50 Prozent. Aber das spiegelt nur die Realität wieder. Sie haben halt eine nebensächliche Rolle."

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der HuffPost US und wurde von Martina Zink aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace.

(ks)

Korrektur anregen