Nach ZDF-Eklat von Weidel: Chef der Jungen Alternative empört mit verächtlichem Tweet gegen Slomka

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FROHNMAIER
Chef der Jungen Alternative empört mit geschmacklosem Tweet nach ZDF-Eklat von Weidel | dpa / twitter
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  • Markus Frohnmaier, Chef der Jungen Alternative, hat nach dem TV-Eklat von AfD-Kandidatin Weidel gegen Moderatorin Slomka nachgetreten
  • Die AfD werde die Journalistin arbeitslos machen

Am Dienstagabend hat AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel die ZDF-Talkshow "Wie geht's Deutschland?" vorzeitig verlassen - und bekommen, was sie wollte: die Aufmerksamkeit der Medien.

In einer schnell hinterher geschobenen Presseerklärung gab Weidel der Moderatorin Marietta Slomka die Schuld an ihrem Abgang. Auch der Chef der Jungen Alternative, Markus Frohnmaier, schoss nach dem inszeniert wirkenden Eklat noch einmal gegen das öffentlich-rechtliche Fernsehen.

Er teilte einen Screenshot des Moments, als Weidel das Studio verließ, und schrieb dazu: "Am 25.09. mache ich dich arbeitslos, Mäuschen". Den Tweet markierte er mit dem Hashtag "#MeineChefin".

Die AfD hetzt gegen die öffentlich-rechtlichen Sender

Mit "Mäuschen" war offensichtlich Slomka gemeint. Die AfD wirbt in ihrem Wahlprogramm damit, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in einen schlankeren "Bürgerrundfunk" umzuwandeln.

Um gegen die Öffentlich-rechtlichen Stimmung zu machen, schrecken die AfD-Politiker auch vor verächtlichen Sprüchen gegenüber Journalisten nicht zurück, wie der Tweet von Frohnmaier zeigt.

Was Weidel und Frohnmaier dabei verschweigen: Weidel verließ die Show, nachdem CSU-Politiker Andreas Scheuer den AfD-Politiker Björn Höcke als "rechtsradikal" bezeichnet hatte. Und nicht, nachdem Slomka Weidel zurechtwies, nachdem diese falsche Fakten verbreitet hatte.

Der Tweet von Frohnmaier sorgte für entsprechend große Empörung. "Tagesspiegel"-Journalist Matthias Meisner fragte in einem Tweet: "Geht's noch, AfD?"

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(jg)

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