Hebammen bekommen künftig mehr Gehalt - doch der Beschluss hat einen Haken

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Zu dem Beschluss gehört auch die Vorschrift, dass freiberufliche Hebammen in der Klinik künftig nur noch die gleichzeitige Betreuung von maximal zwei Schwangeren abrechnen können. | iStock
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  • In Zukunft sollen Hebammen ein höheres Gehalt bekommen
  • Der Deutsche Hebammenverband aber kritisiert den Beschluss
  • Er sieht nämlich auch vor, dass eine Hebamme nur noch zwei Schwangere gleichzeitig betreuen darf

Es ist ein längst überfälliger Schritt: Freiberufliche Hebammen bekommen mehr Geld. Die Honorare für ihre Leistungen werden rückwirkend zum 15. Juli um rund 17 Prozent angehoben.

Das hat die zuständige Schiedsstelle entschieden, nachdem Krankenkassen und Hebammenverbände zuvor zu keiner gemeinsamen Lösung gekommen waren.

Für die Kassen sprach der GKV-Spitzenverband am Mittwoch von einem guten Ergebnis. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) kritisierte den Schiedsspruch hingegen. Er beklagte unter anderem, dass weitere Honorarerhöhungen bis zum Jahr 2020 ausgeschlossen sind.

Hebammen dürfen nur noch zwei Schwangere gleichzeitig betreuen

Zu dem Beschluss gehört auch die Vorschrift, dass freiberufliche Hebammen in der Klinik künftig nur noch die gleichzeitige Betreuung von maximal zwei Schwangeren abrechnen können.

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Nach Ansicht des GKV-Spitzenverbands verbessert sich damit die Betreuung der werdenden Mütter. Die DHV-Präsidentin Martina Klenk sieht in dieser Regelung hingegen einen massiven Einschnitt in der Berufsausübung. "Eine gute Qualität in der Geburtshilfe erreichen wir mit ausreichend Hebammen, nicht mit weniger Leistung durch Hebammen."

In einer Pressemitteilung des DHV heißt es weiter: "Wir befürchten, dass die Entscheidung der Schiedsstelle gravierende Auswirkungen auf die geburtshilfliche Versorgung von Frauen in Deutschland haben werden."

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(ks)

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