"Vergiftetes" Angebot: Gauland kann sich vorstellen, mit Spahn und Klöckner zusammenzuarbeiten

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GAULAND
AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Alexander Gauland kann sich eine Zusammenarbeit mit CDU-Politikern vorstellen
  • Er lobt besonders Jens Spahn und Julia Klöckner

Der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland strebt nicht dauerhaft eine Oppositionsrolle seiner Partei an, sondern kann sich irgendwann auch eine Regierungsbeteiligung vorstellen.

Dies sei aber "sicherlich nicht jetzt" der Fall, sondern erst, wenn die AfD "mit anderen Parteien auf Augenhöhe" sei, sagte er dem Neubrandenburger "Nordkurier".

Er könne sich durchaus vorstellen, mit CDU-Politikern zusammenzuarbeiten, etwa dem Finanzstaatssekretär Jens Spahn, der rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden Julia Klöckner oder der brandenburgischen CDU-Abgeordneten Saskia Ludwig. Auch die Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht, sei "eine kluge Frau" mit eigener Meinung.

"Er will CDU-Mitglieder diskreditieren"

Julia Klöckner reagierte erbost und schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. "Herr Gaulands Manöver ist durchschaubar und vergiftet. Er will CDU-Mitglieder diskreditieren oder sich durch dieses "Anranzen" selbst wählbar machen und bürgerlich geben, indem er behauptet, er könne sich eine Zusammenarbeit mit mir oder Jens Spahn vorstellen."

Sie begründete, warum die CDU nicht mit der rechten Partei kooperieren könne: "Meine politischen Vorstellungen, mein Menschen- und Gesellschaftsbild unterscheiden sich fundamental von dem ausgrenzenden und oft verachtenden Politikstil der AfD."

Die AfD hat nach den Umfragen gute Chancen, bei der Bundestagswahl am 24. September den Sprung ins Parlament zu schaffen.

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