"Die Höhle der Löwen": Mit dieser Idee rührt eine Mutter die Juroren

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REMOD FR SCHLAGANFALLPATIENTEN
Anna Vonnemann aus Berlin präsentiert mit "ReMoD" ein Gerät für Schlaganfall-Patienten | MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
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  • Dienstag startete die vierte Staffel der Sendung "Die Höhle der Löwen"
  • Neues Jury-Mitglied ist dieses Mal die Politikerin Dagmar Wöhrl
  • Die Erfindung einer Mutter verschlägt der Jury die Sprache

Und so beginnt sie wieder, die Jagd nach den besten Geschäftsideen Deutschlands in "Die Höhle der Löwen". Neben den alteingesessenen Unternehmer-Raubtieren Judith Williams (44, "Stolpersteine ins Glück"), Frank Thelen (41), Ralf Dümmel (50) und Carsten Maschmeyer (58) durfte zum Auftakt der vierten Staffel erstmals auch Dagmar Wöhrl (63) anstelle von Jochen Schweizer (60) ihren guten Riecher beweisen.

Wieder stellten die Kandidaten spektakuläre Geschäftsideen vor. Das emotionalste Produkt präsentierte eine Erfinderin am Abschluss der Auftaktsendung. Anna Vonnemann hat extra für ihre Tochter Dindia das sogenannte "MovEAid" entwickelt.

Die junge Frau ist seit frühster Kindheit halbseitig gelähmt, seit 15 Jahren tüftelt ihre Mutter an dem vorgestellten System. Es soll ihrem Kind ein weitestgehend normales Leben ermöglichen.

Doch für die Weiterentwicklung des Geräts, das künftig Schlaganfallpatienten helfen soll, benötigte das Mutter-Tochter-Gespann 200.000 Euro.

Bei dieser unglaublichen Geschichte verschlug es selbst den erfahrenen Löwen die Sprache. "Sie sind ein Sonderfall in der 'Höhle der Löwen'. Sie sind die wahre 'Löwin'", sagte Williams. Vom medizinischen Sektor verstehe sie aber schlichtweg zu wenig und stieg daher wie Thelen und Dümmel aus.

Dafür beschlossen die verbliebenen Löwen Maschmeyer und Wöhrl, mit gemeinsamen Kräften zu helfen. Immerhin seien sie gerade nicht Zeuge eines "Game-Changers", sondern eines "Life-Changers" geworden. Und für den ließen sie das Geld liebend gerne springen.

Aber es gab auch noch andere Deals zum Auftakt der vierten Staffel.

Der lukrative Handymarkt

Das Buch "Die Millionärsformel: Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit" von Carsten Maschmeyer gibt es hier zu kaufen

Dabei zeigte sich Debütantin Wöhrl noch nicht sonderlich ehrgeizig und ließ die anderen Löwen um die Wette brüllen. Gleich bei den ersten Kandidaten stieg sie aus. Zu unsicher sei ihr der Erfolg des vorgestellten Produktes.

Das Gründer-Duo von "Protect Pax" präsentiert eine Handyschutzchemikalie, die viel stärkeren Schutz als herkömmliche Handyfolien bieten soll.

Diesen potenziellen Milliardenmarkt wollten sich gleich drei Löwen mit identischem Angebot an die Erfinder nicht entgehen lassen, ein Novum gleich zu Beginn der neuen Staffel. Den Zuschlag erhielt am Ende aber der überglückliche Ralf Dümmel.

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Herzhafte Schuhe

Gründerin Birgit Unger hatte derweil ein Herz für High Heels parat, beziehungsweise ihre Geschäftsidee "Hearts for Heels". Speziell auf Wöhrl als potenzielle Finanzgeberin hoffte sie mit ihrem Produkt, das den oft schmerzhaften Gang auf hohen Hacken erleichtern soll.

Ein kleines Schaumstoffherz vorne in den Schuh gesteckt, schon ist mehr Halt und Gemütlichkeit gewährleistet - so der Gedanke der Kandidatin. Doch erneut ist die Idee für Wöhrl zu unausgereift und auch die anderen Löwen müssen schweren Herzens absagen.

DYI-Eis

Unter dem Namen "Luicella's Ice Cream" boten Luisa Mentele und Markus Deibler eine Pulvermischung an, aus der im Nu eine Eis-Köstlichkeit gezaubert werden soll. Und tatsächlich, allen Löwen schmeckte das DYI-Eis.

Dümmel legte gar selbst Hand an den Stabmixer. Dabei musste ihn Williams noch daran erinnern, den Rührer erst einzuschalten, nachdem er ihn in den Mischbecher eingetaucht hat . "Ich spreche da aus Erfahrung", sorgte sie sich um Dümmels dunkelvioletten Maßanzug.

Endlich war auch Wöhrl auf den Geschmack gekommen, bot den beiden aber im Vergleich zu anderen interessierten Löwen zu wenig Geld für zu viele Anteile. Und so erhielt Thelen den Zuschlag.

Zwei-Millionen-Steak

Mit der stolzen Summe von zwei Millionen Euro wollten die Gründer von "Otto Wilde Grillers" die "Höhle der Löwen" wieder verlassen - daher mussten die Löwen nicht nur bei dem leckeren Steak schlucken.

Auch der Kaufpreis von 895 Euro für den kleinen Steak-Grill erschien allen Unternehmern, vor allem Maschmeyer, viel zu hoch. Und so zogen alle Löwen rasch den Schwanz ein, auch wenn es Thelen sichtlich schwer fiel. Aber zwei Millionen Euro empfand er letztendlich als nicht fair und wollte sie schließlich nicht aufbringen.

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(cho)

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