Geplanter Eklat? So begründet AfD-Frau Weidel ihren Talkshow-Abgang

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Geplanter Eklat? So begründet AfD-Frau Weidel ihren Talkshow-Abgang | Screenshot
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  • AfD-Politikerin Weidel hat sich zu ihrem Abgang aus der Talkshow "Wie geht's Deutschland?" geäußert
  • Sie gibt ZDF-Moderatorin Slomka die Schuld
  • Hinter der Szene steckt wohl ein geplanter Eklat

Scheuer wütet, Weidel geht.

Der CDU-Generalsekretär hat die AfD-Spitzenkandidatin in der ZDF-Wahlshow "Wie geht's Deutschland?" scharf angegriffen – und so einen Eklat provoziert. "Gauland hat Herrn Höcke als die Seele der AfD bezeichnet, für mich ist er einfach ein Rechtsradikaler. Und das ist genau die Abgrenzung zur AfD", sagte CSU-Politiker Scheuer zu Weidel.

Die verließ das Studio.

Nur wenige Minuten später veröffentlichte die AfD-Spitzenkandidatin bereits eine Erklärung zu ihrem frühen Abgang. Nicht jedoch Scheuer gab Weidel die Schuld, sondern Moderatorin Marietta Slomka. Die sei "parteiisch und vollkommen unprofessionell" gewesen.

Die ZDF-Talkmasterin habe sich mit der "plumpen Argumentation von SPD und Grünen gemein gemacht". Weidels Fazit: "Ein weiterer Grund, die Zahlung des Rundfunkbeitrags zu verweigern."

Weidels Abgang war aber jedoch wohl nur vermeintlich einer Kurzschlussreaktion geschuldet. Nicht nur die frühe Veröffentlichung des Statements, sondern auch die dramatische Inszenierung ihres Abgangs deuten auf einen geplanten Eklat hin.

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"So pflegt die AfD liebevoll ihre Opferrolle", schrieb "Stern"-Herausgeber Andreas Petzold bei Twitter.

Der Politik-Chef des "Spiegel", Sebastian Fischer, sah das ganz ähnlich: "Alice Weidel inszeniert sich als Opfer statt zu diskutieren. Uralt-Trick von Rechtspopulisten."

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(cho)

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