"Hitlers Überbleibsel": Merkel und Schulz wollen Türkei-Politik verschärfen - so reagieren Erdogan-nahe Zeitungen

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  • Angela Merkel und Martin Schulz wollen eine Kehrtwende in der Türkeipolitik
  • Erdogan-nahe Zeitungen antworten mit Hetze

Nach der Türkei-Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz hat die regierungsnahe türkische Zeitung "Aksam" Nazivorwürfe gegen Deutschland erhoben.

Das Blatt erschien am Dienstag mit Hakenkreuz auf der Titelseite und der Schlagzeile: "Hitlers Überbleibsel". Auf ein Foto Merkels war oberhalb ihrer Oberlippe in kleinen schwarzen Buchstaben ihr Name gedruckt, was den Anschein eines Hitler-Bartes erweckte. Darunter fand sich ein kleineres Bild, das Schulz und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte.

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Die Dienstagsausgabe der türkischen Zeitung "Aksam". Quelle: dpa

Politische Krise wird folgen

Die regierungsnahe Zeitung "Daily Sabah", die auf Englisch erscheint und sich an Ausländer in der Türkei richtet, kommentierte:

"Die Samen des Hasses, die Frau Merkel und Herr Schulz heute pflanzen, werden Deutschland in naher Zukunft in eine weitere gesellschaftliche und politische Krise hineinziehen."

Das Blatt beschrieb Deutschland als "den Geburtsort der gegenwärtigen Welle des Populismus in der Welt, die Hochburg der Neonazis und einen Weltführer bei Hassverbrechen".

"Europa kehrt zu den Werten von vor 1933 zurück"

Nazivorwürfe Ankaras an die Adresse Deutschlands hatten im Frühjahr für eine Krise mit der Türkei gesorgt. Nach der jüngsten Kritik von Merkel und Schulz an der Türkei verglichen türkische Regierungsvertreter Deutschland nicht direkt mit dem Dritten Reich.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu bemängelte aber, Europa kehre "zu den Werten von vor dem Zweiten Weltkrieg zurück". Cavusoglu zählte dazu unter anderem "Faschismus".

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