Dieses Verhalten stört Partner, die zusammen in einem Bett schlafen, am meisten aneinander - und es ist nicht Schnarchen

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Dieses Verhalten stört Partner, die zusammen in einem Bett schlafen, am meisten aneinander - und es ist nicht Schnarchen | Tetra Images via Getty Images
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  • Es gibt ein Verhalten beim Partner, das am meisten nervt, wenn man sich ein Bett teilt
  • Überraschenderweise ist es nicht das Schnarchen des Partners
  • Eine Umfrage zeigt, dass es Paare im Schlafzimmer am meisten nervt, wenn sich einer die Bettdecke unter den Nagel reißt

Kuscheln, Glückseligkeit, Harmonie - das stellen sich viele Singles vor, wenn ein Paar gemeinsam in einem Bett schläft.

Ungefähr so:

In der Realität sieht das aber anders aus - gerade bei Paaren, die schon lange zusammen sind.

Und zwar eher so:

Eine Umfrage bestätigt das. Je öfter man wortwörtlich mit seinem Partner schläft, desto eher kann er einem auch auf die Nerven gehen.

Das Fachmagazin "Mattres Inquire" hat 1000 Menschen, die sich regelmäßig ein Bett mit dem Partner teilen, gefragt, was sie dabei am meisten auf die Palme bringt.

Überraschenderweise war nicht das Schnarchen des Partners auf Platz eins der Umfrage - sondern der Kampf um die Decke!

Schnarchen belegte allerdings Platz zwei. Genau so nervig ist es laut der Umfrage auch, wenn der Partner sich tausend Mal hin und her wälzen muss, um einzuschlafen, Geräusche von draußen oder wenn der andere im Bett isst.

mattress inquirrer

Weitere Forschungsergebnisse zeigen, dass es Männer wesentlich mehr stört, wenn der oder die Liebste im Bett isst oder das Haustier im gemeinsamen Bett schlafen lässt.

Für Frauen ist es am nervigsten, wenn der Partner die Decke klaut und schnarcht, gefolgt vom hin und her wälzen und Flatulenzen im Bett.

mattress inquirer

Dass besonders Frauen die Sorge haben, die Nacht deckenlos verbringen zu müssen, liegt vor allem an den unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen. Denn Frauen frieren schneller, wegen ihrer Körpergröße ihren Hormonen, ihrem Stoffwechsel.

Daher kommt laut den Autoren der Studie die Angst, dass sie nachts vielleicht nicht genug von der Decke haben könnten - und sie sich schnappen.

Die Probleme in der Nacht gehen bei manchen Paaren so weit, dass sie sich entscheiden, in verschiedenen Betten zu schlafen. Studien belegen sogar, dass getrennte Betten eine Beziehung längerfristig verbessern können.

Die Umfrage von "Mattress Inquirer" zeigt auch, dass verheiratete Frauen sich am meisten darüber freuen, hin und wieder mal das Bett für sich zu haben. Ganze 17 Prozent wünschen sich, öfter mal getrennt von ihrem Ehepartner zu schlafen.

Verheiratete Männer mögen es wiederum nicht so sehr, die Nacht alleine zu verbringen. Nur weniger als acht Prozent teilen die Ansichten der Frauen.

mattress inquirer

Trotz der nervigen Verhaltensweisen im Bett, wollen die meisten Menschen neben ihrem Partner schlafen.

"Viele Menschen haben Schlafprobleme, aber wollen sich weiterhin das Bett teilen.", erzählt Paul Rosenblatt dem kanadischen Magazin Chatelaine. Rosenblatt selbst ist der Autor des Buchs "Two in a Bed: The Social System of Couple Bed Sharing".

"Es ist ein Symbol der Intimität, wenn man sich das Bett teilt"

"Es ist ein Symbol der Intimität, wenn man sich das Bett teilt. Das ist den Menschen wichtig; dein Partner ist die einzige Person, mit der man das macht." Andere Gründe, sich das Bett zu teilen, sind laut Rosenblatt Sex, Privatsphäre vor den Kindern und miteinander reden können, ohne gestört zu werden.

"Körperliche Nähe ist auch wichtig.", sagt Rosenblatt. "Menschen müssen sich berühren und berührt werden. Und wenn man das Bett teilt, ist das viel einfacher."

"Menschen müssen sich berühren und berührt werden"

Wenn ihr aber nachts nicht schlafen könnt, egal ob es an einer geklauten Decke, Schnarchen oder Stress liegt: Es ist wichtig diese Probleme zu lösen, damit ihr gut und ungestört schlafen könnt.

Ausreichender und erholsamer Schlaf wirkt sich schließlich extrem auf unsere Gesundheit aus. Wenn wir nicht genug Schlaf bekommen, kann das nicht zur zu mentalen und körperlichen Problemen führen, sondern auch unsere Beziehungen zerstören.

Dieser Artikel erschien zuerst bei HuffPost UK und wurde von Martina Zink ins Deutsche übersetzt und editiert.

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(ks)

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