Forscher entdecken eine versunkene Stadt vor Tunesien - und bestätigen eine schreckliche Vermutung

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  • Seit 2010 suchen Archäologen im Mittelmeer nach den Überresten der versunkenen Stadt Neapolis
  • Diesen Sommer sind sie endlich fündig geworden - und wissen nun mehr über das Schicksal der Stadt
  • Bilder der Expedition könnt ihr in unserem Video oben sehen

"Eine wichtige Entdeckung“ machte das Forscherteam um den Archäologen Mounir Fantar laut eigener Aussage diesen Sommer nach einer Expedition im Mittelmeer: Die Forscher konnten die Überreste der versunkenen Stadt Neapolis untersuchen.

Die Stadt war Teil des Römischen Reiches und lag an der Küste im Norden des heutigen Tunesiens, nahe der Stadt Nabeul.

Das italienisch-tunesische Forscherteam sucht seit 2010 nach Neapolis. Diesen Sommer fanden die Taucher dank des guten Wetters etwa 20 Hektar Ruinen - mosaikbesetzte Straßen, große Häuser und sogar industrielle Anlagen.

Neapolis wurde im Jahre 365 von einem Tsunami zerstört

Dort wurde wahrscheinlich Garum, eine damals in Rom sehr beliebte Fischsoße, hergestellt. Laut den Forschern verdankte die Stadt wohl dem Export von Garum ihren Wohlstand.

Doch eine Naturkatastrophe bereitete Neapolis im vierten Jahrhundert nach Christus ein jähes Ende: Ein Unterwasserbeben löste im Jahre 365 im Mittelmeer einen Tsunami aus, der die Stadt zerstörte.

Da es aber kaum schriftliche Überlieferungen zu Neapolis gibt, ist der Fund der Unterwasserruinen besonders bedeutsam und bestätigt den Untergang der Stadt durch den Tsunami.

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(ujo)

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