Zucchini gegessen: Frau muss in Klinik - jetzt haben Ärzte eine Warnung an uns alle

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  • Eine Frau aus Schleswig-Holstein musste wegen einer Cucurbitacin-Vergiftung ins Krankenhaus
  • Diese hat sie sich durch den Verzehr einer selbst angebauten Zucchini zugezogen
  • Wie es zu der Vergiftung gekommen ist, erfahrt ihr auch im Video oben

Eine 78-Jährige aus Schleswig Holstein musste im vergangenen August drei Tage im Krankenhaus behandelt werden – weil sie Zucchini gegessen hatte. Wie die "Schleswig Holsteinische Landeszeitung“ berichtet, hatte die Frau nur zwei Stücke einer Zucchini probiert, als sie sie zubereiten wollte – weil sie aber so bitter gewesen seien, habe sie das Gemüse schließlich weggeworfen.

Die Zucchini stammte aus dem Garten des Bruders einer Freundin. Laut "SHZ“ litt die 78-Jährige ein paar Stunden nach dem Verzehr unter blutigem Durchfall und Erbrechen. Im Krankenhaus erfuhr die Schleswig-Holsteinerin die Ursache für ihre Erkrankung: Eine Cucurbitacin-Vergiftung.

Vor zwei Jahren kam es durch eine Cucurbitacin-Vergiftung zu einem Todesfall

Cucurbitacine sind giftige Bitterstoffe, die von verschiedenen Kürbisgewächsen, zu denen auch die Zucchini zählt, gebildet werden. Eigentlich wurde der Stoff aus den Kürbisgewächsen herausgezüchtet, doch in einzelnen Fällen kann das Gift durch Rückkreuzungen wieder entstehen. Mehr dazu erfahrt ihr auch im Video oben.

Dabei hatte die 78-Jährige noch Glück: Vor zwei Jahren starb ein Rentner aus Baden-Württemberg nach einer Cucurbitacin-Vergiftung. Er hatte einen Auflauf aus selbst angebauter Zucchini gegessen - obwohl er bitter geschmeckt hatte.

Seitdem warnen die Gesundheitsämter vor den gefährlichen Bitterstoffen, die in selbst gezogenen Kürbisgewächsen enthalten sein können. Ihr Rat: Bei einem extrem bitteren Geschmack sollten selbst angebaute Zucchini, Gurken und Kürbisse nicht mehr verzehrt werden.

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(ujo)

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