Es gibt eine spanische Stadt, in der jeder Einwohner für 15 Euro ein Haus bauen kann

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  • Im spanischen Marinaleda können Einwohner für 15 Euro ein Haus bauen
  • Der Grund: Die Stadt lebt kommunistisch
  • Bilder der Stadt seht ihr oben im Video

Eine Stadt, in der es keine Arbeitslosigkeit gibt und in der ein Hausbau nur 15 Euro kostet: Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Doch in der Kleinstadt Marinaleda im spanischen Andalusien ist das Realität.

Juan Manuel Sánchez Gordillo ist der Bürgermeister von Marinaleda, die aktuell 2700 Einwohner hat. Wie auf der Internetseite der Stadt zu lesen ist, lebt die Kleinstadt kommunistisch.

Es gibt ein Recht auf Wohnung und auf Arbeit

Feldarbeiter hatten das Land der heutigen Kleinstadt in den 1980er Jahren besetzt. Nach längeren Auseinandersetzungen mit der andalusischen Regierung und dem aristokratischen Besitzer des Landes waren die Besetzer erfolgreich: Die Regierung enteignete den Aristokraten und überließ ihnen das Land. Die Einwohner Marinaledas verwalten die Stadt seither in Form einer Kooperative.

Die Stadt gestaltet sich nach einem simplen Prinzip: das allgemeine Recht auf Wohnung und Arbeit. Durch eine stabile Landwirtschaft soll die Schaffung von Arbeitsplätzen garantiert werden, jeder Arbeiter verdient 1200 Euro pro Monat.

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Ein Haus für nur 15 Euro pro Monat

Durch den Export der eigenen Produkte verdient die Stadt Geld, doch die landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden vor allem für den eigenen Verzehr genutzt.

Durch dieses System ermöglicht Marinaleda den Bürgern, kostengünstig ein Haus zu bauen. Lediglich eine Anzahlung von 15 Euro pro Monat ist nötig - Hypotheken oder Zinsen gibt es nicht. Dafür aber Schulen, Krankenhäuser und Schwimmbäder.

“Wir müssen unsere Werte, unsere Konsumgesellschaft und den Wert des Geldes (...) überdenken. Marinaleda ist ein kleines Beispiel, und wir wollen, dass unsere Erfahrungen in der ganzen Welt bekannt werden”, sagte Bürgermeister Gordillo gegenüber dem amerikanischen Lifestyle-Portal "Alux.com".

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(lm)

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