Geschäft in Bayern verbietet Flüchtlingen mit üblem Aushang den Zutritt - jetzt reagiert der Bürgermeister

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  • Ein Zettel in einem Geschäft sorgt in der bayerischen Kleinstadt Töging für Diskussionen
  • Flüchtlinge dürfen das Lokal ab sofort nicht mehr betreten
  • Den fragwürdigen Aushang seht ihr oben im Video

In der bayerischen Kleinstadt Töging sorgt ein Zettel am Schaufenster eines Ladens für Gesprächsstoff.

“Achtung! Collektiv-Maßnahme. Wir wünschen keine Asylanten als Kundschaft in unserem Ladenlokal”, heißt es auf dem Aushang. Das berichtet die Zeitung “Passauer Neue Presse”.

Asylbewerber dürften den Laden nicht betreten

Berichten zufolge musste die Ladenbesitzerin in der vergangenen Zeit vermehrt Diebstähle in ihrem Geschäft feststellen. Wie die Zeitung schreibt, soll es sich um einen Schaden von 400 Euro handeln.

Die Täter sollen dabei immer Asylbewerber gewesen sein. “Da kann man noch so aufpassen, sie schaffen es immer wieder”, zitiert die "PNP" die Ladenbesitzerin.

Der Aushang bringt Konsequenzen mit sich

Der Aushang wird in der Kleinstadt diskutiert - und nicht alle halten die Maßnahme der Geschäftsinhaberin für korrekt. Einen zweiten Zettel, auf dem “Diebstahl hat negative Schwingungen” steht, hat ein Unbekannter mit “Offener Rassismus auch” kommentiert.

Mittlerweile hat sich auch der Bürgermeister der Stadt, Tobias Windhorst, zu Wort gemeldet.

Der gelernte Jurist erklärte der Ladenbesitzerin, dass ein Hausverbot gegen eine Bevölkerungsgruppe ein Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz sei. Wie die "PNP" weiter berichtet, wolle Windhorst die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin kontaktieren.

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(ujo)

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