Weil Autofahrer keine Rettungsgasse bilden: Brandenburger Feuerwehr sieht nur noch eine Möglichkeit

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  • Die Feuerwehr im brandenburgischen Lehnin hat genug
  • Und setzt jetzt en Motorrad ein, dass Autofahrer zur Rettungsgasse zwingen soll
  • Wie der Einsatz mit einem Motorrad abläuft, seht ihr oben im Video

Viele Autofahrer verstehen offensichtlich noch immer nicht, wie wichtig eine Rettungsgasse ist. Nur sie ermöglicht es, dass Rettungskräfte rechtzeitig am Unfallort eintreffen. Im Notfall entscheiden Sekunden darüber, ob ein Mensch noch gerettet werden kann.

Vielen Autofahrern scheint das schlichtweg egal zu sein. Hauptsache ihr Wagen kommt nicht zum Stillstand. Die Feuerwehr in Lehnin in Brandenburg hat genug von den rücksichtslosen Autofahrern, die die Straßen blockieren – und greift zu einem drastischen Mittel.

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Ab sofort fährt vor dem Rettungswagen ein Motorrad. Es soll dafür sorgen, dass uneinsichtige Auto- und Lkw-Fahrer die Rettungsgasse bilden. Außerdem ist dann zumindest ein Helfer schneller vor Ort als die Kollegen im Rettungswagen.

Doch auch mit dem neuen Konzept bleiben Probleme.

"Selbst mit dem Motorrad war teils keine Möglichkeit durchzukommen", sagt Christian Riede, Motorradfahrer der Feuerwehr Lehnin. "Natürlich ärgert man sich sehr, wenn man teilweise absteigen muss und erst dann angefangen wird, die Fahrbahn zu räumen."

Das zeigt: Auch diese Maßnahme entschärft das Problem nicht. Zu viele Menschen wollen einfach nicht begreifen, wie wichtig es ist, eine Rettungsgasse zu bilden. Und nehmen offensichtlich auch Menschenleben in Kauf.

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