EIL: Nordkorea-Krise: US-Präsident Trump droht China indirekt mit Handelsabbruch

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DONALD TRUMP
EIL: Nordkorea-Krise: US-Präsident Trump droht China indirekt mit Handelsabbruch | NICHOLAS KAMM via Getty Images
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  • US-Präsident Trump hat China indirekt mit dem Abbruch der Handelsbeziehungen gedroht
  • Als Reaktion auf den Atomwaffentest des nordkoreanischen Regimes wollen die USA auch prüfen, alle Handelsbeziehungen mit Ländern einzustellen, die Nordkorea unterstützen

Die USA erwägen als Reaktion auf Pjöngjangs jüngsten Atomwaffentest, alle Handelsbeziehungen zu Ländern abzubrechen, die Nordkorea unterstützen.

Das teilte US-Präsident Donald Trump auf Twitter mit. Er dürfte damit insbesondere China gemeint haben. Die Volksrepublik ist der wichtigste Partner des kommunistischen Regimes in Pjöngjang.

Auch eine militärische Reaktion lässt Trump offen

Trump wird sich am Sonntag mit seinem Sicherheitsteam zu Beratungen treffen. Nordkorea hatte am Sonntag erneut eine Atomwaffe getestet. Die USA prüfen nun, welche Konsequenzen folgen werden.

Bereits in einem Tweet zuvor hatte Trump China kritisiert. "Nordkorea ist ein skrupelloser Staat". Für China sei das peinlich. Das Land würde versuchen zu helfen. Aber mit "wenig Erfolg".

Auch Südkorea kritisierte Trump: "Südkorea merkt gerade, wie ich ihnen gesagt habe, dass ihre Sprache der Beschwichtigung mit Nordkorea nicht funktionieren wird - die verstehen nur eine Sache!", fügte er hinzu.

Die Möglichkeit einer militärischen Reaktion auf den jüngsten Atomwaffentest ließ der US-Präsident offen. "Wir werden sehen", antwortete er am Vormittag (Ortszeit) nach einem Kirchenbesuch in Washington auf entsprechende Journalisten-Fragen.

Immer wieder hatte Trump China kritisiert

Die UN hatte kürzlich die bisher schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea verabschiedet. Auch China unterzeichnete die entsprechende Resolution. Die Maßnahmen sollen die nordkoreanischen Exporte in Höhe von einer Milliarde US-Dollar und damit ein Drittel der Ausfuhren treffen.

Mehr als 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels laufen über China, das im Frühjahr schon von sich aus Importe von Kohle aus Nordkorea gestoppt hatte.

US-Präsident Trump hatte bereits in der Vergangenheit versucht, China stärker in die Verantwortung zu nehmen - und zu härteren Maßnahmen gegen den Nachbarn Nordkorea zu bringen.

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