"Narcos"-Staffel 3 ohne Escobar: Das Cali-Kartell übernimmt - was sich jetzt ändert

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  • Die dritte Staffel von "Narcos" startet in Deutschland am 1. September auf Netflix
  • Nach Escobars Tod richtet sich der Fokus auf das Cali-Kartell - und das ist gut so
  • Produzent Eric Newman äußert sich zum Seriennamen

"Narcos" startet endlich in die dritte Staffel: Die sensationelle zweite Staffel schloss mit Pablo Escobars Tod nach einem Kugelhagel mit der DEA-Agenten ab und selbstverständlich fragen sich "Narcos"-Fans jetzt: Wie geht es überhaupt ohne Escobar weiter?.

Die Antwort darauf gibt es endlich in der dritten Staffel ab dem 1. September auf Netflix mit zehn neuen Episoden.

Mit dem Cali-Kartell beginnt eine neue Ära

Nachdem die blutige Jagd auf Pablo Escobar nun beendet ist, richtet sich die Aufmerksamkeit der DEA in "Narcos" jetzt auf die reichste Drogenhandel-Organisation der Welt: das Cali-Kartell.

Auch wenn sich das Cali-Kartell und Escobar lange in der gleichen Lebenswelt befinden, so gibt es einige deutliche Unterschiede zwischen den beiden Parteien. Anders als Escobar’s Kartell, bevorzugt das von vier mächtigen Paten angeführte Cali-Kartell, die Regierungsbeamten zu bestechen und so mit ihren gewaltsamen Machenschaften den Schlagzeilen fernzubleiben.

Sie stecken also ziemlich tief im politischen System drin und genießen dadurch ihren Schutz. Pablo hingegen bezeichnete sich selbst als “Outlaw” und wurde von den Menschen beschützt, die ihn wertgeschätzt und geliebt haben.

Mit dem Cali-Kartell begegnet uns ab Staffel 3 darum eine andere Art von Bösewicht, der im Gegensatz zu Pablo Escobar als komplexer, mehrzelliger Organismus handelt. Deshalb gibt es keinen obersten Führer und das Kartell verteilt sich.

Das erschwert der DEA ihre Ermittlungen ziemlich. So expandieren die Drogenproduzenten ihr Imperium sogar ohne Probleme bis nach New York.

Neuer Cast in "Narcos"-Staffel 3

Viele neue Schauspieler sind dazu gekommen: Wagner Moura wird zwar als Pablo Escobar ab Staffel 3 nicht mehr dabei sein - dafür begibt sich der DEA-Agent Javier Peña (Pedro Pascal) weiterhin auf die Jagd nach dem Drogenkartell, um gemeinsam mit der amerikanischen und kolumbianischen Exekutive gegen den Drogenkrieg vorzugehen.

Interessant ist, dass Javier Peña in Wirklichkeit mit der Ausschaltung des Cali-Kartells nichts zu tun hatte.

Eine Überraschung bleibt übrigens, ob Boyd Holbrook als sein Partner Steve Murphy wieder am Start ist: In der realen Geschichte ist er nach Amerika zurückgegangen, nachdem Escobar gefangen wurde.

Damien Alcazar spielt die Cali-Hauptperson Gilberto Rodriguez, während Francisco Denis als sein Bruder Miguel und Pacho Herrera als Alberto Amman an seiner Seite stehen. Der neue Schauspieler Pepe Rapazote verkörpert den vierten Paten Chepe und Arturo Castro fungiert als Miguel’s ältesten Sohn William Rodriguez.

Außerdem erhalten wir eine neue Perspektive, wenn Kerry Bishe als Christina auftaucht. Sie ist eine amerikanische Frau, deren kolumbianischer Ehemann im Cali-Kartell verwickelt ist.

Ein neuer und junger DEA-Agent namens Chris Feistl, charakterisiert von Michael Stahl-David, findet seine neue Aufgabe in Kolumbien, als sich der Drogenhandel nach Escobars Tod auf das Cali-Kartell verlagert.

Der Neuseeländer Matt Whelan ist als sein Partner Daniel Van Ness der unkomplizierte und seriösere Agent von beiden und gemeinsam schließen sie sich unserem geliebten Javier Peña an.

Mehr zum Thema: Alles falsch in "Narcos" - Staffel 2? Die Wahrheit über Drogenboss Pablo Escobar

Warum die Serie "Narcos" - und nicht Pablo Escobar heißt

Spätestens ab der dritten Staffel wird deutlich, dass sich "Narcos" nicht ausschließlich um Pablo Escobar dreht - und das ist auch so gewollt. Produzent Eric Newman erklärt, dass ihm von Anfang an vorschwebte, die Geschichte vom Kokain und der Entstehung der Drogenkriege zu skizzieren.

Natürlich ist Pablo Escobar der Drogenhändler, der erstmals in der Kriminalgeschichte des industrialisierten Drogenschmuggels zu einem der reichsten Menschen der Welt wurde - jedoch hätte Eric Newman die Serie dann auch "Pablo Escobar" genannt, wollte er nur eine Geschichte über eine Person oder Organisation schreiben.

Man sollte demnach nicht über “el Patrón’s” Serientod enttäuscht sein, weil eben jetzt kann man noch tiefer in die systemischen Auswirkungen des Kokainhandels und der Korruption in Kolumbien blicken.

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