Peinlicher Fehler bei Wahl-Show: Claus Strunz präsentiert Linken-Mitglied als normale Wählerin

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Peinlicher Fehler bei Wahl-Show: Claus Strunz präsentiert Linken-Mitglied als normale Wählerin | Screenshot
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  • Beim Polit-Talk "Die 10 wichtigsten Fragen der Deutschen" sollten Bürger Politikern Fragen stellen
  • Eine Krankenschwester entpuppte sich hinterher allerdings als Parteimitglied der Linken

Der Polit-Talk "Die 10 wichtigsten Fragen der Deutschen" ist nicht gut weggekommen bei den Kritikern und bei vielen Zuschauern. "Die TV-Debatte als Wahlhölle" urteilte die "Süddeutsche Zeitung" schon im Titel über die Sendung auf Sat.1.

Nun mussten die Redaktion und Moderator Claus Strunz einen peinlichen Fehler zu geben: Denn eine als Krankenschwester vorgestellte Bürgerin und vermeintliche "normale Wählerin" entpuppte sich als Linken-Mitglied und aktive Gewerkschafterin.

“Ich entschuldige mich für die bedauerliche Recherche-Panne”, sagte Strunz gegenüber dem Branchendienst "Meedia".

"Ups!", twittert Lindner

Als Krankenschwester eingeladen in die Sendung war Dana Lützkendorf. "Wie gewährleisten Sie die Finanzierung des Gesundheitswesens?“, fragte sie die Kandidaten und Kandidatinnen der Grünen, der AfD, der FDP und der Linken.

Tatsächlich - und nun rückblickend wenig überraschend - konnte Lützkendorf die Antwort von Linken-Politikerin Katja Kipping am meisten überzeugen. Dass die Krankenschwester Parteimitglied war, war weder den Zuschauern, noch den eingeladenen Politikern und der Redaktion bewusst.

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner wies nach der Sendung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf den Hintergrund von Lützkendorf hin: "Spannende Sendung. Claus Strunz, wussen Sie aber, dass die Krankenschwester Funktionärin bei der Linken ist? Ups!"

In sozialen Netzwerken war die Empörung groß. "Wie können Sie es wagen, unseren Berufsstand so zu missbrauchen? Bei Sat.1 als neutrale Person sich zu verkaufen, aber in Wirklichkeit Werbung für Parteien zu machen. Schämen Sie sich", hieß es auf Lützkendorfs Facebook-Seite.

Strunz' Fazit: "So etwas darf nicht passieren."

Mehr zum Thema: Sat.1 fragt Kipping, ob sie Lindner scharf findet - die Antwort muss Deutschland Sorgen machen

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