Michael Moore erklärt, warum US-Präsident Trump 2020 wiedergewählt werden wird

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  • Regisseur und Trump-Kritiker Michael Moore glaubt: Der aktuelle US-Präsident werde 2020 wiedergewählt werden
  • Die Demokraten müssten jetzt handeln, um das zu verhindern

Regisseur Michael Moore hat es vorausgesehen, als die meisten Beobachter noch gegen den schimpfenden Immobilienmogul wetteten: Im Juli 2016, vier Monate vor der US-Präsidentschaftswahl, legte Moore mit fünf Gründen dar, warum Donald Trump ins Weiße Haus einziehen werde.

Bekanntlich sollte er Recht behalten.

Nun ist Moore einer der lautesten Kritiker des 45. US-Präsidenten. Gegenüber dem US-Portal "Fast Company" machte der Anti-Trump-Aktivist kürzlich eine weitere Voraussage über die Zukunft der USA: 2020 werde Trump die Wahl gewinnen.

Das Argument von Moore ist dabei überzeugend.

Trump ist unbeliebt bei vielen - aber nicht bei allen

Zwar wird Trump immer unbeliebter. Laut dem Umfrageinstitut Gallup sind derzeit nur 35 Prozent der Amerikaner mit Trump zufrieden. Und das Ende ist wohl noch nicht erreicht.

Allerdings wirft Moore ein: "Es wird eine noch größere Menge von Menschen geben, die 2020 gegen ihn stimmen. Aber er wird in den entscheidenden Staaten gewinnen."

Die entscheidenden Staaten stimmen für Trump

Schon 2016 hatte Konkurrentin Hillary Clinton von den Demokraten insgesamt rund drei Millionen Stimmen mehr als Trump erhalten.

Doch der gewann die Wahl, weil er in den entscheidenden Swing-State, Bundesstaaten, die mal mehrheitlich demokratisch und mal republikanisch wählen, die Mehrheit der Stimmen erhielt.

Am Ende zählen bei der US-Wahl die Gesamtzahl der Wahlmänner, die pro gewonnenem Bundesstaat für einen Kandidaten stimmen, und nicht die landesweit erhaltenen Stimmen.

Weil die Trump-Anhänger weiter für ihren Präsidenten stimmen werden, wird Trump also wahrscheinlich wieder gewinnen.

Aber ganz so aussichtslos ist die Lage für Moore nicht: Die Demokraten müssten sich hinter einen Kandidaten stellen, auf den sich alle einigen könnten. "Acht Millionen Obama-Wähler haben für Trump gestimmt. Wir müssen nur einige von ihnen überzeugen, ihnen unsere Hand ausstrecken und sie zurück in unser Lager bringen. Können wir das? Ich bin mir sicher, wir können", sagte Moore gegenüber "Fast Company".

77.000 Stimmen machten am Ende in den Staaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania den Unterschied zwischen Trump und Clinton aus. Schon eine kleine Verschiebung der Stimmen könnte also eine große Wirkung zeigen.

Unpopuläre Maßnahmen des US-Präsidenten

Doch auch die Trump-Anhängerschaft steht möglicherweise nicht so fest hinter dem Präsidenten, wie gemeinhin angenommen wird.

Eine Umfrage des Instituts OH Predictive Insights ergab, dass nur 21 Prozent der Bewohner des US-Bundesstaates Arizona die Begnadigung des umstrittenen Sheriffs Joe Arpaio durch Trump befürworten.

Noch 2016 stimmte eine Mehrheit der Menschen in Arizona für Trump. Mit weiteren unpopulären Entscheidungen könnte der Präsident seine Wähler verprellen. Und Moore sich mit seiner Voraussage getäuscht haben.

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(mf)

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