"Wie Grüne in ihren schlechtesten Zeiten": Grünen-Politiker Habeck kritisiert CDU-Politiker Spahn

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"Wie Grüne in ihren schlechtesten Zeiten": Grünen-Politiker Habeck kritisiert CDU-Politiker Spahn | dpa
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  • Grünen-Politiker Robert Habeck kritisiert Jens Spahn für dessen Äußerungen über "Hipster"
  • Der CDU-Staatssekretär wolle die Lebensgewohnheiten der Menschen ändern

CDU-Finanzstaatssekretär Jens Spahn hat vergangene Woche eine merkwürdige Debatte losgetreten: Er kritisierte das urbane Berlin, Englisch sprechende Kellner und vor allem die Hipster als "völlig neue Form der Parallelgesellschaft".

Nun mischt sich der Grünen-Politiker Robert Habeck ein - und kontert mit einer bemerkenswerten, weil selbstkritischen Äußerung.

Spahn wolle die Lebensgewohnheiten der Menschen ändern, schreibt Habeck in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit": "Er will Leute umerziehen. Wie die Grünen in ihren schlechtesten Tagen.“

Spahn wolle nur Nebensächlichkeiten diskutieren

Spahns Äußerungen seien lediglich "eine neue Version des alten Liedes 'Früher war alles besser'".

Für Habeck ist die Debatte um die Hipster aber vielmehr ein Zeichen der allgemeinen Stimmung in Deutschland und für den "vor sich hinmerkelnden Wahlkampf", schreibt er. Die großen Krisen und Herausforderungen wie die Erderwärmung würden darin bisher nicht vorkommen.

Gerade deshalb sei die "Hipster-Kritik" von Spahn politisch ernst zu nehmen, da sie letztlich für die Strategie stünde: "Solange wir über Nebensächlichkeiten diskutieren, setzen wir uns nicht mit den großen Fragen auseinander."

Habeck sieht die großen Herausforderungen dagegen woanders.

Er selbst habe bislang gedacht, dass die von Spahn beklagte Bedrohung der Gesellschaft "zum Beispiel mit den radikalen Veränderungen der Arbeitswelt zusammenhängt; damit, dass Millionen Jobs durch Roboter ersetzt werden; damit, dass nicht mehr alle in der digitalen Welt mithalten können, und nicht so sehr daran, dass Kinder Englisch lernen und es sogar sprechen."

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(jg)

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