Mit Lady Di im Unfall-Auto: Das ist aus dem einzigen Überlebenden geworden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Trevor Rees-Jones ist mit Lady Diana im Unfallwagen gesessen
  • Er ist der einzige Überlebende
  • Aufnahmen von Trevor Rees-Jones seht ihr oben im Video

In wenigen Tagen jährt sich der Todestag von Lady Di zum 20. Mal. Die Ex-Frau von Prinz Charles ist am 31. August 1997 bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen.

Die schwarze S-Klasse von Mercedes ist um kurz nach Mitternacht bei rund 190 km/h im Pariser Alma-Tunnel in einen Pfeiler gerast. Nicht nur die "Königin der Herzen" hat bei dem Unfall ihr Leben verloren, auch ihr Geliebter Dodi Al-Fayed und der Fahrer Henri Paul.

Nur eine Person hat den verheerenden Crash überlebt: Trevor Rees-Jones. Der in Rinteln in Niedersachsen Geborene war zum Unfallzeitpunkt für Dianas Sicherheit verantwortlich.

Der Vater ihres Geliebten, der Milliardär Mohamed Al-Fayed, hat den damals 29-Jährigen zum Schutz der Prinzessin während ihres Aufenthalts in Paris abgestellt.

Sonst war Rees-Jones der Bodyguard von Dodi Al-Fayed.

Lady Diana wurde zwar ebenfalls Personenschutz des britischen Königshauses angeboten, diesen hatte sie aber abgelehnt.

Der Bodyguard soll komplett entstellt gewesen sein

Trevor Rees-Jones überlebte den Unfall schwer verletzt. Sein Gesicht soll komplett entstellt gewesen sein - es konnte nur mithilfe von Familienfotos rekonstruiert werden. Es soll ein Jahr gedauert haben, bis Rees-Jones wieder normal aussah.

Nach einem Monat im Krankenhaus kehrte er am 3. Oktober nach Großbritannien zurück. Er konnte zu diesem Zeitpunkt nur flüstern und seine Antworten niederschreiben. Am 19. Mai 1998 legte er seinen Job bei den Al-Fayeds nieder.

Mehr zum Thema: William und Harry verraten etwas zum Tod ihrer Mutter Lady Di, das sie bisher verschwiegen haben

Rees-Jones kann sich zwar an keine Details aus der Unfallnacht mehr erinnern. Dennoch veröffentlichte er das Buch "The Bodyguard's Story: Diana, the Crash, and the Sole Survivor".

Das tat er unter anderem deswegen, um Mohamed Al-Fayed den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Unternehmer behauptete, Rees-Jones sei seinen Pflichten nicht nachgekommen und hätte seinen Job in jener schrecklichen Nacht nicht richtig ausgeführt.

Nach dem Unfall zog Rees-Jones nach England

Nach seiner Genesung zog Rees in den Norden der Grafschaft Shropshire, in den West Midlands in England. Zunächst arbeitete er in einem Geschäft für Sportbekleidung in Oswestry. Später wurde er privater Sicherheitsberater im Irak.

Er war für die Sicherheit ausländischer Angestellter zuständig. Außerdem war er im Jahr 2000 als Sicherheitsexperte für die Vereinten Nationen in Osttimor. Hin und wieder arbeitete er als Bodyguard für die einstigen Tennis-Profis Ilie Nastase, Henri Leconte, Pat Cash und John Lloyd.

Im Jahr 2003 heiratete Rees. Mit der Lehrerin Ann hat er eine Tochter. Die Familie lebt nun in Oswestry. Dort zog Rees-Jones bereits mit seinen Eltern hin, als er zehn Jahre alt war.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

(ujo)

Korrektur anregen