"Welt"-Journalist teilt gegen "Hart aber fair"-Moderator Plasberg aus

Veröffentlicht: Aktualisiert:
FRANK PLASBERG
Der umstrittene AfD-Politik Alexander Gauland bei "Hart aber fair" | ARD Mediathek
Drucken
  • Sollen AfD-Politiker wie Alexander Gauland noch in Talk-Shows auftreten?
  • Nein, meint der "Welt"-Journalist Thomas Schmid

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland sieht nach seiner vielfach als rassistisch kritisierten Wahlkampfäußerung über Staatsministerin Aydan Özoguz keinen Anlass für eine Entschuldigung bei der SPD-Politikerin. "Nein, ich muss mich bei Frau Özoguz nicht entschuldigen", sagte er am Montagabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair".

Dafür erntete er zwar von den anderen Gästen der Sendung und von Moderator Frank Plasberg teilweise harsche Kritik. Viele Zuschauer und Journalisten kritisierten allerdings, dass Plasberg Gauland überhaupt eingeladen hatte.

Forum für Hetzer?

So polterte Thomas Schmid, Journalist der Tageszeitung "Die Welt" auf Facebook: "Die Dummheit ist empörend, mit der Frank Plasberg - wohl wissend, was er da tut - Gauland zu seiner Sendung 'Hart, aber fair' eingeladen und vor allem: ihn zur Hauptfigur der Sendung gemacht hat."

Schmid argumentierte, dass man Gauland nach seinen Äußerungen über Özoguz kein Forum hätte bieten sollen. Seine Aussagen seien nicht diskussionswürdig.

Und Schmid legte noch nach:

"Wie dämlich muss man denn sein, einem solchen kühl kalkulierenden Provokateur, der sich als Unschuldslamm gibt, einen derart breiten und für Gaulands Partei unbezahlbaren öffentlich-rechtlichen Wahlkampfauftritt zu verschaffen?? War es am Ende gar nicht dämlich, sondern Absicht?"

Mehr zum Thema: "Sie verletzen unsere Kultur": Norbert Röttgen stellt bei "Hart aber fair" AfD-Vize Gauland bloß

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg


(mf)

Korrektur anregen