Frédéric Mailliez war der erste Arzt am Unfallort: Hätte Lady Di noch gerettet werden können?

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DIANA SPENCER
Dr. Mailliez war der erste Arzt am Unfollort: Hätte Lady Di noch gerettet werden können? | Ian Waldie / Reuters
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  • Am 31. August 1997 ist Lady Di bei einem Autounfall gestorben
  • Frédéric Mailliez war der erste Arzt am Unfallort
  • In der "Bild"-Zeitung schildert er die Nacht - und erklärt, ob die Prinzessin hätte gerettet werden können

In wenigen Tagen jährt sich Lady Dianas Todestag zum 20. Mal. Die englische Prinzessin ist am 31. August 1997 bei einem tragischen Autounfall in Paris ums Leben gekommen. Über zwei Stunden kämpften Sanitäter und Ärzte um ihr Leben, ohne Erfolg.

Lady Diana und ihr Liebhaber Dodi Al-Fayed verbrachten den 30. August gemeinsam in Paris. Sie pendelten zwischen der Wohnung Al-Fayeds und dem Hotel Ritz, das seinem Vater gehörte. Gegen 0.19 Uhr nahm der Ausflug jedoch ein schreckliches Ende. Die beiden waren gemeinsam mit dem Fahrer Henri Paul und Dianas Bodyguard, Trevor Rees-Jones, in eine S-Klasse von Mercedes gestiegen.

Im Pariser Tunnel "Pont de l'Alma" kam es zu dem tragischen Unfall. Das Auto raste mit rund 190 km/h in den 13. Pfeiler im Tunnel. Lady Diana soll nicht angeschnallt gewesen sein.

Frédéric Mailliez war damals 36 Jahre alt und der erste Arzt, der am Unfallort in dem Pariser Tunnel eintraf. In der "Bild"-Zeitung spricht der Mediziner darüber, ob Lady Di noch hätte gerettet werden können. Eine Frage, die zahlreiche Fans der Prinzessin auch heute noch beschäftigt.

Nur zufällig kam er an dem Unfall vorbei

Mailliez kam nur zufällig an dem Autowrack vorbei, in dem in jener Nacht drei Menschen gestorben sind. "Ich war damals bei einem Geburtstag in der Ost-Pariser Vorstadt. Auf dem Rückweg nach Paris fuhren mein Partner und ich durch den Alma-Tunnel. Beim Einfahren sahen wir Rauch, dann erblickte ich die Mercedes-Limousine", sagt der Arzt der "Bild"-Zeitung.

Er und sein Partner hielten den Wagen an, stiegen aus. Am völlig zerstörten Mercedes angekommen, verschaffte sich Mailliez erst einmal einen Überblick. Er erkannte sofort, dass der Fahrer, Henri Paul, und der hintere Insasse, Dodi Al-Fayed, tot waren. Die Insassen auf der rechten Seite, Lady Di und ihr Bodyguard Trevor Rees-Jones, waren noch am Leben.

"Ich habe Diana nicht erkannt. Ich sah nur eine schöne, reich gekleidete Frau", sagte Mailliez. Er drückte Lady Di, die äußerlich nur eine Wunde auf der Stirn hatte, eine Atemmaske aufs Gesicht. Die Maske habe er immer bei sich gehabt. Und er rief den Notarzt.

Erst am nächsten Tag erfuhr er, dass er Lady Di im Arm hielt

Währenddessen trafen immer mehr Paparazzi am Unfallort ein. "Die Situation war sehr schwer", erinnert sich Mailliez. Als der Notarzt eintraf, hatte Mailliez seine Pflicht getan, übergab an die Kollegen.

Lady Diana wurde um 4 Uhr morgens für tot erklärt. Mailliez erfuhr erst am nächsten Tag im Fernsehen davon. Auch, dass es sich um Lady Di handelte.

Noch lange hat er über die Situation in dem Tunnel und den verheerenden Unfall nachgedacht. Doch er ist sich sicher: Auch heute - mit besserer Ausrüstung - hätte es keine Rettung für die Prinzessin gegeben.

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(ll)

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