Gabriel behauptet, Merkel wolle den Diesel ab 2030 verbieten

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GABRIEL
dpa
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  • Außenminister Gabriel warf Kanzlerin Merkel am Montag vor, den Diesel 2030 verbieten zu wollen
  • Dabei hatte die sich zuletzt ganz anders geäußert
  • CDU-Generalsekretär Tauber warf Gabriel vor, zu lügen

Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) hat erneut davor gewarnt, wegen der Abgas-Affäre die Verbrennungsmotoren zu verteufeln. "Frau Merkel will ab 2030 den Diesel verbieten", sagte Gabriel am Montag bei einem Wahlkampf-Auftritt in seinem Wahlkreis im niedersächsischen Salzgitter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bislang aber kein festes Datum für den möglichen Abschied vom Diesel-Antrieb genannt. "Den Diesel wird es noch viele, viele Jahre geben, genauso wie den Verbrennungsmotor", hatte sie erst am Sonntagabend im ZDF gesagt. Die Brückentechnologie Verbrennungsmotor "werden wir nicht Jahre brauchen, sondern ich würde sagen: Jahrzehnte".

"Er sollte aufhören zu lügen"

CDU-Generalsekretär Peter Tauber reagierte auf Gabriels Vorwurf umgehend. Gabriel scheine in heller Panik zu sein. SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks sei es, die dem Diesel den Kampf angesagt habe. "Nicht Merkel. Er sollte aufhören zu lügen", twitterte Tauber.

Gabriel betonte bei seinem Wahlkampf-Auftritt, der schrittweise Umstieg auf Elektro-Autos sei zwar richtig. Aber es müsse allen klar sein, dass es dann nur noch 30, 40 Prozent der Arbeitsplätze bei den deutschen Autobauern geben werde, sagte der frühere Wirtschaftsminister.

Die modernsten Diesel-Motoren seien viel sauberer und stießen weniger Schadstoffe aus als Otto-Motoren. Auch deshalb lehne er Fahrverbote ab.

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(ben)

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