"Promi Big Brother": Jens Hilbert macht das Licht aus

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Konnte das Herz der Zuschauer erobern: Jens Hilbert

Bekanntlich macht der Letzte das Licht aus - und das war in der diesjährigen Staffel von "Promi Big Brother" Jens Hilbert (39). Damit ist er nicht nur der beliebteste unter den Kandidaten, sondern heimst auch noch einen Gewinn von 100.000 Euro ein. Er stand zusammen mit Milo Moiré (34) als letzter im Finale - und das, obwohl viele Zuschauer und auch die beiden selbst sich als Außenseiter sahen.

Party bis zum Morgengrauen

Hier gibt es den "Alkohol Blues" und weitere Hits von Willi Herren

Neben Enthaarungs-Millionär Hilbert und Nackt-Künstlerin Moiré waren zunächst auch Ballermann-Sänger Willi Herren (42, "Annemarie") und Mister Germany Dominik Bruntner (24) noch im Haus. Die vier hatten sich in den vergangenen Tagen bewiesen und sich gegen acht weitere Kandidaten durchgesetzt. Zuletzt war Eloy de Jong (44), Sänger von Caught in the Act ("Love is Everywhere") aus dem Haus geflogen. Kaum hatte dieser den Promi-Container verlassen, begann für die vier Finalisten eine rauschende Partynacht.

Die Finalisten feierten kräftig drauf los

Bei gleich zwei Sektduschen und vielen anderen Scherereien zeigte sich nicht nur Moiré offenherzig, denn alle Bewohner ließen "richtig die Puppen tanzen", wie Herren feststellte. Hilbert bepinselte unter anderem mit Farbe die nackte Brust der Performancekünstlerin, bevor diese sich komplett nackt mit Bruntner im Whirlpool rekelte, welchem schier die Augen übergingen. Doch Hilbert ließ zuvor auch - gerade von ihm - ungewohnt kritische Töne verlauten. Zwar schien er sich stets gut mit de Jong verstanden zu haben, in dem Rückblick lästerte er aber: "Ich hab ihn gefühlt nicht einmal 100 Prozent authentisch erlebt." Herren biederte sich unterdessen bei Moiré wieder an, die er zuvor nominiert hatte.

Die Sache mit den Gefühlen

Alle verbliebenen Bewohner zeigten sich am Finaltag äußerst sensibel. Ständig flossen bei dem ein oder anderen die Tränchen - besonders bei Herren. Der habe jetzt "voll schiss rauszugehen, weil er nicht weiß, was da draußen los ist. [...] Ich bin kein Schlechter. Das bin ich nicht." Er machte sich Gedanken, was die Zuschauer wohl von ihm denken. Und das bis zu einem gewissen Punkt auch zurecht, hatte er doch in den vergangenen Tagen mit mancher Aktion - beispielsweise mit der roten Nominierungskarte für Moiré - für Aufsehen unter den Fans gesorgt. Nach dem Aufenthalt im Haus soll für ihn nun "ein komplett neuer Lebensabschnitt beginnen".

Musste als erster Finalist das Haus verlassen: Dominik Bruntner

Überraschung für die übrig gebliebenen Bewohner: Die rausgeflogenen Kandidaten, die für das Finale selbstverständlich im Studio waren, gingen ins "Nichts". Dann öffnete sich das Trennrollo, damit die Rausgeflogenen ihre Kollegen begrüßen konnten. Große Freude allerseits, bis es dann doch noch zum Eklat kam. Die ausgeschiedene Sarah Knappik (30) versuchte - wie gewohnt - ein künstliches Drama anzuzetteln. Bruntner konnte es kaum glauben und Hilbert kamen fast die Tränen, weil er sich so die Reunion der Bewohner wohl nicht vorgestellt hatte.

Während Bruntner glaubte, dass Hilbert gewinnen wird und Herren nun Moiré auf einmal doch den Sieg gönnte, glaubten die Nacktkünstlerin und der Enthaarungs-Unternehmer, dass Mister Germany Bruntner den Sieg holen werde. Fehleinschätzung! Bruntner wurde im Finale als erster rausgewählt. Als dieser im Studio auf Knappik traf, wollte die seine Begrüßungsumarmung nicht annehmen. Mister Germany klärte auf, dass im Badezimmer nichts zwischen den beiden gelaufen war - wie zuvor spekuliert wurde - wonach das Model sich doch noch auf einen ungelenken Handschlag einließ.

Appell an die Fans

Nachrichten von ihren Lieben ließen die verbliebenen Drei erneut in Tränen ausbrechen. Auch Hilbert, der nach dem Auszug von Bruntner am ganzen Leib zitterte und erst einmal ins Bad ging, um sich die Achseln zu föhnen und seine Gefühle in den Griff zu bekommen. Ganz süß auch eine Botschaft des Lebensgefährten des Unternehmers, der sich schon darauf freute, ihn bald wieder "richtig schön kraulen" zu können.

Landete auf dem dritten Platz: Willi Herren

Dann war die Zeit für die verbliebenen Kandidaten gekommen, um die Zuschauer noch einmal auf ihre Seite zu ziehen. Moiré sei dankbar, dass sie als "Mensch der Herzenstöne" im Finale sei. Im Haus habe wohl niemand an sie geglaubt, ganz im Gegensatz zu den Zuschauern. Sie wünsche sich zu gewinnen, weil das "wunderschön" wäre.

Herren habe unterdessen "eine sehr bewegte Vergangenheit hinter mir und alle Höhen und Tiefen in dieser Branche durch". Mit dem Gewinn könne er den Rest seines Schuldenberges abbezahlen. Er habe sich "Maskenfrei gezeigt" und habe nach all den Strapazen verdient, den Pott zu sich nach Köln zu holen.

"Hier sitzt der Junge aus der vierten Klasse, aus einem kleinen Ort, der viel gekämpft hat in seinem Leben", erzählte Hilbert, der "endlich im Völkerball-Team angekommen" sei. "Wenn ich rauskomme, bitte seid lieb zu mir", flossen abermals die Tränen. "Wer hätte das gedacht? Die zwei Außenseiter...", kommentierte er, nachdem klar wurde, dass Herren auf dem dritten Platz ausgeschieden war. Als der draußen ankam, musste natürlich geklärt werden, wie er nun zu seiner womöglichen Container-Liebelei Evelyn Burdecki (28) stehe. Diese sehe er als "gute Freundin" und "kleine Schwester", betonte er genauso wie noch im Haus.

Da waren sie noch zu zweit

"Dort, wo ihr jetzt seid, steht man nur, wenn man alle überzeugt hat", erklärte der große Bruder kurz vor Schluss der Show. Und da können viele Fans vermutlich nur zustimmen. Die Ausgeschiedenen gönnten ebenso folgerichtig größtenteils beiden den Sieg, auch wenn der eine Hilbert und der andere Moiré auf den letzten Metern vorne sah. Dann war die Entscheidung gefallen: 64,1 Prozent der Zuschauer wollten Hilbert als Gewinner sehen. Der brach erneut in Tränen aus und bat darum ein letztes Mal den Rolladen zu öffnen, damit er sich vom "Nichts" verabschieden konnte. Schade nur, dass die abschließende Rede des Siegers im Gebrüll der anwesenden Fans und dem Geböller eines Feuerwerks unterging.

Musste sich auf den letzten Metern geschlagen geben: Milo Moiré

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