Merkel will Schleppern in Afrika neue Perspektiven bieten - und so den Flüchtlingsstrom stoppen

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  • Bundeskanzlerin Merkel will die illegale Migration von Afrika nach Deutschland reduzieren
  • Schleuser sollten neue berufliche Perspektiven erhalten
  • Ein Statement der Bundeskanzlerin seht ihr im Video oben

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) glaubt, dass man Schleusern neue Perspektiven bieten müsse, um die illegale Einwanderung in den Griff zu bekommen. Sonst würden sich Schleuser nicht von ihrer kriminellen Tätigkeit abbringen lassen, sagte sie in einem am Samstag veröffentlichten Podcast-Interview.

Bei der Bekämpfung der illegalen Migration spiele die Entwicklungshilfe eine große Rolle, genauso wie Grenzkontrollen. Deutschland wolle daher dafür sorgen, dass Geflüchtete in Libyen mehr Schutz von UN-Organisationen erhielten.

Polizei und Militär im Niger machen Jagd auf Menschenschmuggler

Mitarbeiter von Hilfsorganisationen hatten berichtet, Polizei und Militär im Niger hätten im Rahmen der sogenannten Migrationspartnerschaft mit der EU die Jagd auf Menschenschmuggler an den Grenzen zu Libyen und Algerien intensiviert. Die Schlepper hätten aus Angst vor Entdeckung deshalb schon mehrfach Geflüchtete in der Wüste ausgesetzt, die dann verdurstet seien.

Auf die Frage, ob sich das Sterben durch die Politik der Europäischen Union nicht einfach nur vom Mittelmeer in die Sahara verlagere, antwortete die Kanzlerin, "dass schon heute Migranten durch die Sahara gehen und dieser Weg sehr, sehr gefährlich ist“.

Daher sei es wichtig, nicht nur mit Libyen, Niger und Tschad zusammenzuarbeiten. Es gehe auch darum, Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen, "gegebenenfalls auch legale Möglichkeiten zu eröffnen, Arbeitsmöglichkeiten in Europa zu bekommen".

Mehr zum Thema: Politiker wollen die Flüchtlingskrise im Mittelmeer lösen - kann der sogenannte Rom-Plan helfen?

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