Kanzlerin Merkel tritt in Sachsen-Anhalt auf - und wird von zahlreichen AfD-Anhängern ausgebuht

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  • Kanzlerin Angela Merkel sprach am Samstag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt
  • Dort wurde sie von zahlreichen AfD-Anhängern ausgepfiffen und ausgebuht
  • Was die Kanzlerin zu den Störungen sagte, sehr ihr im Video oben
Ein Wahlkampfauftritt von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Quedlinburg ist von teils lautstarken Protesten begleitet worden. Sie sah sich beim Wahlkampfauftakt des CDU-Landesverbandes Sachsen-Anhalt am Samstag mit einem Pfeifkonzert und Protestrufen konfrontiert.

Zu sehen waren AfD-Plakate sowie handgemalte Schilder mit Parolen wie "Merkel muss weg" oder "Danke Merkel" mit aufgemalten Blutspritzern. Nach CDU-Angaben waren rund 3000 Menschen auf den Marktplatz der Harz-Stadt gekommen.

Die Kanzlerin musste wohl selbst schreien, um überhaupt Gehör zu finden, wie auch der CDU-Politiker Christoph Bernstiel auf Twitter schreibt:

Poggenburg warf auf Twitter die Kanzlerin in einen Topf mit der Antifa

Lächerlich machte sich André Poggenburg, der Vorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt. Er warf auf Twitter die Kanzlerin in einen Topf mit der Antifa.

Merkel reagierte auf die Proteste: "Manche glauben, dass man die Probleme der Menschen in Deutschland mit Schreien bewältigen und lösen kann. Ich glaube das nicht und gehe davon aus, die Mehrheit heute hier auf diesem Platz auch nicht."

"Alles tun, um Fahrverbote zu verhindern"

In ihrer Rede ging die CDU-Bundesvorsitzende unter anderem auf den aktuellen Diesel-Skandal ein. Sie sagte, die Fehler müssten aufgearbeitet werden, die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie erhalten bleiben. Sie wolle alles dafür tun, dass "Made in Germany" auch künftig mit deutschen Autos verbunden sei.

Auf der anderen Seite sollten die Menschen, die sich im treuen Glauben ein Diesel-Auto gekauft hätten, nicht die Zeche zahlen. "Wir werden alles tun, um Fahrverbote zu verhindern", betonte die Kanzlerin.

Mit Material der dpa.

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(lm)

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