"Ich war nur 10 Minuten einkaufen": Eine Kundin spürt, wie radikal Supermärkte auf dem Parkplatz durchgreifen

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  • Viele Supermärkte wollen mit privaten Überwachungsfirmen Dauerparker von den Kundenparkplätzen vertreiben
  • Wer zu lange parkt oder keine Parkscheibe benutzt, zahlt bis zu 30 Euro Strafe
  • Wer dabei am meisten verdient, erfahrt ihr im Video oben

Deutsche Supermärkte haben so ihre Eigenheiten: Die Waren werden zum Beispiel in Bestzeit über den Scanner gezogen. Der Kunde kann nur versuchen, beim Verstauen zumindest nicht ins Schwitzen zu kommen.

Nun kommt aber eine weitere Besonderheit hinzu: die Supermarkt-Parkplatz-Polizei. Immer mehr Märkte in Deutschland sehen sich gezwungen, mit privaten Überwachungsfirmen Dauerparker von ihren Abstellplätzen zu vertreiben. Begründet wird die Maßnahme damit, dass ständig belegte Parkplätze geschäftsschädigend seien.

Viele Märkte fordern, dass Kunden eine Parkscheibe benutzen

Wie die Regionalzeitung “Neue Westfälische” berichtet, würden vor allem Parkflächen, die sich in der Nähe von Bahnhöfen oder Bürokomplexen befinden, regelmäßig von Menschen genutzt, die nicht zum Einkaufen gekommen seien. Deshalb fordern viele Supermärkte nun, dass Kunden Parkscheiben verwenden sollen.

Wer seine Parkscheibe vergisst, muss bis zu 30 Euro Strafe zahlen

Doch die blauen Schilder, die Parkscheiben vorschreiben, sind leicht zu übersehen. Wer zu lange parkt oder seine Scheibe vergisst, muss bis zu 30 Euro bezahlen - ein großes Ärgernis für viele Supermarkt-Kunden.

In Hannover sagte eine verärgerte Kundin der "Bild"-Zeitung, dass sie lediglich zehn Minuten einkaufen gewesen sei. Als sie wiederkam, klebte ein gelber Zettel wegen eines Parkverstoßes am Scheibenwischer ihres Autos. Nun muss sie 30 Euro bezahlen. "Ein Unding“, schimpft sie. Wie viele Märkte die Strafen tatsächlich einführen werden, bleibt abzuwarten.

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(lm)

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