"Wonder Woman"-Regisseurin Patty Jenkins schießt gegen James Cameron zurück

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Kein "Wonder Woman"-Fan: James Cameron

Mit seinen Kommentaren über "Wonder Woman" hat sich James Cameron (63, "Avatar") nicht gerade beliebt gemacht. Nachdem er die Darstellung der DC-Superheldin in einem Interview mit "The Guardian" als "Schritt rückwärts" bezeichnet hatte, hagelte es Kritik in den sozialen Medien. Und nun meldete sich auch die Regisseurin des Films, Patty Jenkins (46), zu Wort.

"Eine Ikone, die zum Objekt degradiert wird"

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Auslöser der Debatte war Camerons Kritik daran, dass sich Hollywood für "Wonder Woman" selbst auf die Schulter klopfe. "Sie ist eine Ikone, die zum Objekt degradiert wird, und das männliche Hollywood macht nur wieder das, was es immer macht!", sagte er "The Guardian". "Ich sage nicht, dass mir der Film nicht gefallen hat, aber in meinen Augen ist es ein Schritt rückwärts."

Als positives Beispiel für die cineastische Version einer starken Frau nannte er Sarah Connor aus seiner eigenen "Terminator"-Reihe. "Sarah Connor war keine Schönheitsikone. Sie war stark, sie war problembeladen, sie war eine schlechte Mutter, und sie hat sich den Respekt der Zuschauer mit reiner Stärke verdient."

"Ein großartiger Filmemacher, aber keine Frau"

Patty Jenkins ließ diese Aussagen nicht auf sich sitzen und veröffentlichte ein Statement via Twitter. "James Camerons Unfähigkeit, zu verstehen, was Wonder Woman bedeutet und wofür sie für Frauen weltweit steht, ist nicht überraschend. Denn obwohl er ein großartiger Filmemacher ist, ist er keine Frau", schrieb sie. "Wenn Frauen immer knallhart und problembehaftet sein müssen, um stark zu sein, und wir nicht mehrdimensional denken und ein weltweites Frauenvorbild feiern können, weil sie attraktiv ist, dann haben wir noch nicht viel erreicht, oder?"

Die vielen Frauen, die den Film zum Hit gemacht haben, könnten sicherlich selbst entscheiden, wen sie sich zum Vorbild nehmen, schließt Jenkins ihr Statement ab. Der Erfolg spricht tatsächlich Bände: "Wonder Woman" hat bisher weltweit rund 800 Millionen US-Dollar (ca. 680 Millionen Euro) eingenommen.

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