Umfrage: Die Wahlwerbung der Grünen schneidet bei unentschlossenen Wählern besonders gut ab

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  • Das Marktforschungsinstitut YouGov hat die Wahlplakate anhand verschiedener Wählergruppen analysiert
  • Die Plakate der Grünen schneiden bei unentschlossenen Wählern besonders gut ab
  • Im Video oben seht ihr die Plakate und ihre jeweilige Bewertung in der Umfrage

Fast die Hälfte der Wähler ist einen Monat vor der Bundestagswahl noch unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben wollen. Das ergab eine Umfrage des Allensbach-Instituts.

Nun hat eine weitere repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitut YouGov eine spannende Beobachtung gemacht: Denn die Wahlplakate einer Partei kommen bei unentschlossenen Wählern besonders gut an.

"Zukunft kann man wollen. Oder machen"

Das Institut legte den Befragten die Plakate der SPD, CDU, FDP und AfD vor. Darauf war jeweils ein Kandidat der Partei zu sehen.

Ebenfalls gezeigt wurde die Wahlwerbung der Linken und der Grünen, die im diesjährigen Wahlkampf auf personalisierte Plakate verzichten.

Das überraschende Ergebnis: Die Plakate der Grünen schnitten bei unentschlossenen Wählern am besten ab. Das Motiv "Zukunft kann man wollen. Oder machen" erreichte bei ihnen 42 von möglichen 100 Punkten.

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Auf den Plätzen zwei und drei folgten das SPD-Plakat mit Spitzenkandidat Martin Schulz ("Die Zukunft braucht neue Ideen. Und einen, der sie durchsetzt", 39 von 100 Punkten) und das FDP-Poster mit Christian Lindner ("Ungeduld ist auch eine Tugend", 34 von 100 Punkten).

AfD-Wähler mögen Petrys Bild mit Kind

Geht es nach den Wählern, die schon wissen, für wen sie stimmen, liegt die AfD vorne. Sie gaben dem umstrittenen Plakat mit Frauke Petry und ihrem Kind 70 Punkte.

Darauf folgten die Grünen-Wähler, die ihrer eigenen Wahlwerbung 66 Punkte gaben, danach die SPD- und die CDU-Anhänger mit jeweils 64 Punkte. Am wenigsten waren FDP-Wähler von ihrer eigenen Kampagne begeistert (55 Punkte).

Holger Geißler, Sprecher und Forschungsleiter von YouGov Deutschland, gibt allerdings zu Bedenken: “Wahlwerbung spielt ohnehin nur eine vergleichsweise kleine Rolle bei der Wahlentscheidung“.

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(ll)

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