ZDF-"Politbarometer": Schulz wird beliebter - die SPD aber nicht

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ZDF-"Politbarometer": Schulz wird beliebter - die SPD aber nicht | dpa
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  • SPD-Kanzlerkandidat Schulz ist laut einer Umfrage wieder beliebter bei den Wählern
  • Die SPD profitiert davon jedoch nicht

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz macht im neuen ZDF-"Politbarometer" Boden gut - bleibt aber weiterhin deutlich hinter den Zustimmungswerten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück.

Rund vier Wochen vor der Bundestagswahl sähen 34 Prozent der Wahlberechtigten Schulz gerne als künftigen Bundeskanzler. Das waren vier Prozentpunkte mehr als bei der vorigen Umfrage Mitte August.

Die Zustimmungswerte von Merkel gingen im selben Zeitraum um fünf Prozentpunkte zurück und liegen derzeit bei 55 Prozent.

Jeder fünfte SPD-Anhänger hätte lieber Merkel

Auch der Rückhalt unter den SPD-Anhängern für ihren eigenen Spitzenkandidaten hat sich mit zuletzt 76 Prozent deutlich verbessert. Mitte August waren es noch zehn Prozentpunkte weniger gewesen.

Dennoch sähe es aufseiten der SPD noch immer nahezu jeder Fünfte lieber, wenn Merkel Regierungschefin bliebe. Auf CDU-Seite stehen die Anhänger geschlossen (95 Prozent) hinter ihrer Vorsitzenden.

Die Werte der SPD bessern sich allerdings nicht

Schulz' steigende Beliebtheitswerte spiegeln sich allerdings nicht in den Werten seiner Partei wider.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden nur 22 Prozent ihr Kreuz bei der SPD machen - minus zwei Prozentpunkte im Vergleich zu Mitte August.

Auch die CDU verlor einen Prozentpunkt an Zustimmung, bleibt mit 39 Prozent aber weiter die mit Abstand stärkste Kraft.

Alle möglichen Koalition sind unbeliebt

Zudem zeigt die Umfrage: Die Bürger sind sich nicht einig, welche Koalition sie nach der Bundestagswahl am 24. September haben wollen. Allen möglichen Optionen stehen die Wahlberechtigten überwiegend ablehnend gegenüber.

Am besten kommen noch eine schwarz-gelbe sowie eine große Koalition weg - mit 37 beziehungsweise 38 Prozent Zustimmung. Gleichzeitig lehnen aber 38 Prozent der Befragten eine CDU-FDP-Regierung ab. Eine neue "Groko" wollen 40 Prozent nicht.

Am unbeliebtesten ist bei den Wahlberechtigten eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Linke und den Grünen. Nur 20 Prozent der Befragten fänden eine solche Regierung gut. Rund 67 Prozent lehnen sie ab.

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(ks)

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