In einem Kaufhaus in NRW müssen Eltern jetzt draufzahlen - wenn sie sich beraten lassen

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Wenn Eltern nach der Beratung nichts kaufen, wird in einem nordrhein-westfälischen Kaufhaus eine Gebühr fällig. | iStock
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  • Erst im Laden ausprobieren, dann im Internet kaufen, weil es dort billiger ist
  • Das ist eine mittlerweile übliche Kundenpraxis
  • Eine Kindermarke in Münster reagiert nun darauf mit einer Beratungsgebühr

Zuerst in ein Kaufhaus oder einen Laden gehen, sich von den Mitarbeitern beraten lassen und das Produkt dann später im Internet kaufen, weil es dort drei Euro billiger ist.

Eine Vorgehensweise, zu der sicherlich fast jeder schon mal gegriffen hat - und gleichzeitig ein großes Problem, unter dem der Einzelhandel zur Zeit leidet.

25 Euro werden fällig, wenn die Kunden nicht kaufen

Das Label Königskinder und Rebellen im Kinderkaufhaus Mukk in Münster hat deswegen nun eine drastische Maßnahme ergriffen.

Der Hersteller verlangt eine Gebühr, wenn sich Kunden beraten lassen. Das berichtet die Zeitung “Der Westen”.

Wenn Eltern in den Laden kommen, um sich über Tragesysteme für Kinder beraten zu lassen, berechnet das Münsteraner Kindergeschäft nun 25 Euro Beratungsgebühr. Aber nur, wenn die Eltern nach der Beratung nichts kaufen.

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Denn die Beratung kann schnell bis zu einer Stunde dauern, immerhin soll ja das sicherste und beste Tragesystem für die jeweiligen Eltern und Kinder gefunden werden.

Kunden haben offenbar Verständnis für die Entscheidung

Das würde dem Kunden aber vorab mitgeteilt, sagte eine Sprecherin des Unternehmens der nordrhein-westfälischen Zeitung. Die meisten Kunden würden diese Entscheidung verstehen.

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Sollte sich das Verhalten der Kunden nicht ändern, ist nicht auszuschließen, dass auch andere Labels nachziehen. Denn schließlich ist die Reaktion des Kinderlabels auf das Konsumentenverhalten durchaus nachvollziehbar.

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(lk)

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