Ghosting: Ein Mann lässt seine Freundin sitzen – 10 Jahre später bekommt er im Job die Quittung dafür

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GHOSTING
Der Mann könnte es bereuen, dass er seine Freundin vor zehn Jahren geghostet hat. | iStock
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  • "Ghosting" ist eine sehr respektlose Art, eine Beziehung zu beenden, indem man sich einfach nicht mehr meldet
  • Dass sich das zu einem Datingtrend entwickelt hat, sagt viel über unsere Gesellschaft aus
  • Ein Mann wird es aber wohl bereuen, seine Freundin geghostet zu haben - sie wird nun seine Chefin

Viele haben sich bestimmt schon ausgemalt, wie sie sich an ihrem oder seiner Ex zu rächen, weil er oder sie ihnen das Herz gebrochen hat. Vor allem an denen, die sich für den einfachen und feigen Weg entschieden haben, sie zu ghosten - also plötzlich zu verschwinden und sich nicht mehr zu melden.

Einem von diesen feigen Ghostern hat das Schicksal nun aber einen außergewöhnlich perfekten Streich gespielt. Er fand nämlich heraus, dass seine Ex-Freundin seine neue Chefin auf der Arbeit werden wird.

Schnappt euch das Popcorn, Ladies und Gentlemen, und macht euch auf eine gute Story gefasst.

Ein anonymer Nutzer bat auf der Internetseite “Ask a Manager”, die berufliche Ratschläge gibt, um Hilfe für sein kleines "Problem". Entdeckt hat den Post das Onlineportal “Buzzfeed”.

Er verschwand einfach - nach drei Jahren Beziehung

Er stecke in einer sehr misslichen Situation, schreibt der Nutzer. Denn die Frau namens Sylvia, die er geghostet habe, sei mehr als nur eine kurze Affäre gewesen.

Das Ungeheuerliche: Er hatte eine dreijährige Beziehung mit seiner Ex-Freundin, bevor er beschloss, einen Flug zu buchen und einfach ins Ausland zu ziehen, während sie gerade ihre Familie zu Weihnachten besuchte. Ohne Vorwarnung.

Weil er offensichtlich ganz wunderbar einschätzen kann, was ein angemessenes Verhalten darauf ist, schreibt er weiter, Sylvia sei davon "besessen" gewesen, ihn zu finden - indem sie mit seinen Freunden und seiner Familie sprach.

Es ist ja fast so, als ob sie sich Sorgen machte, dass ihm irgendetwas passiert sein könnte. Dass er über Nacht gekidnappt wurde oder etwas Ähnliches.

Nun wird er mit ihr reden müssen

“Ich wollte einfach vermeiden, in ein Schluss-Mach-Drama verwickelt zu werden", erklärt er auf dem Portal sein frevelhaftes Verhalten.

Obwohl das Ganze vor über zehn Jahre passierte und er Sylvia als "vergessene Geschichte" bezeichnet - er scheint ein äußerst charmanter Mensch zu sein - sieht es ganz so aus, als ob das Universum andere Pläne hatte.

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Er arbeite als Mathe-Lehrer an einer internationalen Schule, schreibt der anonyme Ghoster. Als seine alte Direktorin kündigen musste, fand er letzte Woche heraus, dass die neue Direktorin seine Ex-Freundin Sylvia sein wird.

“Ich habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll und wie ich mit diesem Chaos umgehen soll”, schreibt er. Der ARME MANN!

Er will seinen Job behalten

Anstatt sie zu kontaktieren und sich bei ihr zu entschuldigen - was ohnehin wenig glaubwürdig wäre, immerhin hatte er zehn Jahre Zeit dazu - fragt er im Internet nach Rat. Denn er besteht hartnäckig darauf, dass er sich nicht von Ort und Stelle bewegen wird. Er könne ja nun jetzt auch nichts mehr ändern, schreibt er.

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“So viel ist klar: Das wird nicht nur peinlich, ich bin meiner Ex sogar unterstellt", jammert er. "In bin im Moment nicht in der Situation, einen anderen Job zu finden. Was es noch schlimmer macht: Die Gemeinschaft der Ausländer, die hier arbeiten, ist sehr klein und eng miteinander verwoben. Die Lehrer verbringen also auch ihre Freizeit gemeinsam."

"Ich weiß nicht, ob sich da was retten lässt"

Alison Green, Managerin und Ratgeberin der Webseite “Ask a Manager” - eigentlich ein Kummerkasten für berufliche Probleme - antwortete ihm auf seine Sorgen. Das sei keine Kleinigkeit, schreibt sie - obwohl sie eigentlich immer dafür sei, Persönliches und Berufliches zu trennen. Er müsse sich auf die möglichen Konsequenz einstellen, weiterzuziehen. "Ich weiß nicht, ob sich da was retten lässt", schreibt Green.

"Deine besten Chancen, aus dieser Situation relativ okay herauszukommen, ist es wahrscheinlich, Sylvia direkt zu kontaktieren und ihr zu sagen, dass ihr miteinander arbeiten werdet, damit sie an ihrem ersten Tag nicht vollkommen überrascht ist."

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Eine sehr freundliche und diplomatische Antwort, bedenkt man, wie unmöglich sich der Mann verhalten hat. Viele von uns werden sicher denken: Nein! Du verdienst kein Mitleid und Karma ist ein echtes Miststück.

Und Sylvia: Wir hoffen, dass du alle in deinem neuen Job umhaust! Im besten Fall ist es ihr egal und sie ist eher deshalb beleidigt, weil er denkt, dass es ihr etwas ausmacht.

Dieser Text erschien zuerst in der HuffPost UK und wurde von Marie-Theres Rüttiger aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet.

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(lk)

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