Trump retweetet einen Fan - hat sich aber dummerweise nicht informiert, um wen es sich handelt

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  • Ein Retweet von Donald Trump sorgt für Aufregung
  • Denn der User fiel als Sexist und Antisemit auf

Donald Trump ist für seine irren Tweets bekannt - immer häufiger gerät er aber auch wegen Retweets in die Schlagzeilen.

Schon Mitte August hatte der US-Präsident für Diskussionen gesorgt, als er unter anderem eine Karikatur retweetete, die einen Zug zeigt, der einen CNN-Journalisten überfährt.

Den Tweet löschte Trump später.

Ebenso retweetete Trump eine Nachricht, dessen Verfasser den US-Präsidenten als "Faschisten" bezeichnete". Auch diesen Tweet löschte Trump.

Nun löst Trump mit einem Retweet erneut Wirbel aus. Auf seinem Account teilte Trump Mitte der Woche eine Bildmontage des Twitterusers Jerry Travone. Der hatte auf die Sonnenfinsternis anspielend die Ablösung von Obama durch Trump dargestellt.

Trump-Verehrer und Antisemit

In dem Bild heißt es: “Die beste Sonnenfinsternis jemals.”

Nicht nur, dass die Bildmontage durchaus einen rassistischen Unterton hat, weil sie auf Obamas dunkle Hautfarbe anspielt.

Travone, der sich auf Twitter als Hardcore-Unterstützer des Präsidenten gibt, fiel in den Vergangenheit immer wieder mit seinen rassistischen und sexistischen Tweets auf.

"Scheiß auf die Flüchtlinge"

So twitterte Travone am 21. Januar als hunderttausende Frauen in den USA gegen den Sexismus Trumps demonstrierten:

“Alle Männer, die bei dem Marsch mitgehen, sind feministische Pussies. 40 Jahre alte Jungfern. Und die ganzen Frauen sollten ein Sandwich machen.”

Mit dem Sandwich spielt Travone allerdings nicht auf Essen an, sondern auf eine Sexposition an, bei der die Frau zwischen zwei Männern liegt, und darauf, dass Frauen an den Herd gehören.

Als Trumps Tochter Ivanka zum Weltflüchtlingstag an das Leid von 22 Millionen Flüchtlingen weltweit erinnerte, antwortete Travone ihr auf Twitter: “Scheiß auf die Flüchtlinge! Kümmer dich lieber um Amerika.”

In einem anderen Tweet schrieb Travone vor einigen Tagen: “Wo ich lebe, haben wir genug Juden lol. Jemand anders soll sie aufnehmen. Sie können einfach nicht fahren.”

Travone reagierte mit den Worten auf Berichte, dass ein Drittel der Juden in Großbritannien mit dem Gedanken spielen, das Vereinigte Königreich zu verlassen. Der Grund: Der wachsende Antisemitismus in Großbritannien.

In den USA sorgten die Äußerungen Travones über Juden für Empörung, nachdem Trump Travone retweetet hatte.

Travone entschuldigte sich daraufhin kleinlaut - er hätte seine Worte besser wählen müssen. Immerhin - eine Entschuldigung, die man von Donald Trump noch nicht gehört hat.

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(mf)

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