"Promi Big Brother"-Kandidaten mussten ihr Politik-Wissen zeigen – es kam noch schlimmer als erwartet

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  • Bei "Promi Big Brother" mussten die Prominenten zum Bildungsquiz
  • Willi Herren und Evelyn Burdecki sollten Politiker raten
  • Die Aufnahmen seht ihr im Video oben

Streicht politische Bildung aus dem Stundenplan, verbrennt die Wahlprogramme und schickt alle Politikjournalisten in den wohlverdienten Urlaub - Deutschland braucht für handfeste politische Information nur noch ein Medium: “Promi Big Brother.”

big brother

Malle-Star Willi Herren und Schauspielerin Evelyn Burdecki ließen Deutschland im “Big Brother”-Haus nicht nur regelmäßig an ihren Turteleien teilhaben, sie beglückten die Bundesrepublik am Mittwochabend auch großzügig mit ihrem politischen Wissen.

"Der sieht nett aus, der ist bestimmt bei der AfD."

Die beiden sollten den Bildern deutscher Politiker ihre Partei und ihren Namen zuordnen.

Während Willi vorsichtig vorgehen wollte, um sich nicht vor der gesamten Nation zu blamieren, baute Evelyn auf ihre Ratekünste. Schließlich könnte man die Namen den Gesichtern ganz einfach zuordnen.

Das ausgefeilte Prinzip war einfach: Wer “bio” aussieht, gehört zu den Grünen, wer Horst heißt, ist alt, wer nett wirkt, ist AfD-Mitglied. Dieser Martin Schulz schien allerdings beiden nicht wirklich was zu sagen, aber wieso sollte er das auch. Solche politischen Randfiguren kann man schon mal außen vorlassen.

Verwechslungsgefahr: Christian Lindner und Markus Söder

Auch nicht besonders glücklich: Diese wilde Kombination.

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Aber vielleicht ist das Ganze ja gar nicht so abwegig. Wer hatte denn beim TV-Abend nicht schon einmal den Gedanken, Markus Söder könnte eigentlich Christian Lindner sein und zu den Linken gehören. Evelyn und Willi haben hier einfach nur ausgesprochen, was Verschwörungstheoretiker schon seit Jahren vermuten.

Ganz nach dem Prinzip “Wissen ist wie Unterwäsche, gut es zu haben, aber man sollte es nicht immer zur Schau stellen”, schafften es die beiden auf unfassbare fünf erratene Politiker.
Moderator Jochen Bendel fasste die Gefühle der Zuschauer in einem Satz recht gut zusammen: "Mir macht das Angst, die sind volljährig und dürfen wählen."

Ein offensichtlicher Lösungsvorschlag wäre gewesen, die beiden bis nach der Bundestagswahl im Haus zu behalten, um sie regelmäßig mit politischer Bildungslektüre durch das Anwesen zu jagen. Die Zuschauer sahen das aber anders. Evelyn wurde aus dem Haus gewählt und damit wieder auf die Allgemeinheit losgelassen.

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