"Parodie auf Journalismus": CDU-Politiker Spahn wütet gegen Tagesthemen-Moderator Zamperoni

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JENS SPAHN
Der CDU-Politiker Jens Spahn | Sean Gallup via Getty Images
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  • Die ARD testet ein neues Talkformat für junge Zuschauer
  • Kritiker sind nicht begeistert - und auch einer der eingeladenen Politiker nicht

Die ARD wollte mal was Neues ausprobieren - nämliche junge Zuschauer erreichen.

Dafür lud sie sieben Politiker in eine 90 Minuten lange Sendung mit dem Titel "Überzeugt uns" ein und legte den Talk auf 23 Uhr. Wie viele junge Menschen um diese Uhrzeit tatsächlich einschalteten, ist unklar. Viele werden es nicht gewesen sein.

Die professionellen TV-Kritiker waren auf jeden Fall nicht begeistert. Sie bescheinigten der Sendung zu wenig Tiefgang und eine hektische Moderation durch die "Welt"-Journalistin Ronja von Rönne und den Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni.

Die "Frankfurter Rundschau" nennt die Sendung ein "Desaster".

"1000 Themen in 90 Minuten"

Auch einer der eingeladenen Politiker war gar nicht zufrieden: Der parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium Jens Spahn.

Der CDU-Politiker pestete gegen Ende der Sendung: "Ihr könnt nicht 1000 Themen in 90 Minuten pressen – ich weiß eh nicht, wer sich diese Sendezeit ausgedacht hat."

Nach der Sendung legte Spahn dann auf Twitter gegen Zamperoni nach: "Bin ja noch unentschlossen, ob #ueberzeugtuns gerad d Parodie auf Journalismus war und richtige Sendung erst noch kommt... @Ingo_Zamperoni."

Zamperoni hat bisher auf die Kritik von Spahn nicht reagiert.

Stattdessen sprang ein anderer Gast der Sendung für ihn die Bresche: Ralf Stegner.

Der SPD-Politiker twitterte in Richtung Spahn: "Statt rumzumaulen über das Format von #überzeugtuns wie das Kollege @jensspahn tut, hätte man sich auch darauf einlassen+überzeugen können."

Mehr zum Thema: Jens Spahn: "Die Jugend sollte wegen der Rentenpolitik auf die Straße gehen"

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