Polizei findet 15. Opfer in Vorort von Barcelona - das wirft ein neues Licht auf den Anschlag

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BARCELONA
15 Menschen sind bei den Terroranschlägen in Katalonien gestorben, das gilt jetzt als erwiesen. | JAVIER SORIANO via Getty Images
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  • Die Polizei bestätigt: 15 Menschen starben bei den Anschlägen in Spanien
  • Der Attentäter Abouyaaquoub soll einen Mann erstochen haben - und dessen Auto zur Flucht genutzt haben

15 Menschen sind bei den Terroranschlägen am Donnerstagabend in Katalonien gestorben: 13 Menschen verloren bei der Terror-Fahrt auf La Rambla ihr Leben, eine Frau in Cambrils - und ein Mann überlebte die Begegnung mit einem der mutmaßlichen Attentäter nicht.

Es gelte inzwischen als erwiesen, dass Younes Abouyaaquoub nach seiner Terrorfahrt in Barcelona auch einen 34-jährigen Spanier erstochen habe. Das sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn am Montag.

Flüchtiger Attentäter lässt Leiche auf dem Beifahrersitz liegen

Nach dem Mord nahm der Flüchtige vermutlich das Fahrzeug des Mannes und durchbrach damit eine Polizeisperre. Am Donnerstagabend fand die Polizei den Fluchtwagen im Vorort Sant Just Desvern, rund zehn Kilometer entfernt von La Rambla. Die Leiche des Wagenbesitzers lag auf dem Beifahrersitz.

Aufgrund neuer Erkenntnisse fand die Polizei erst jetzt diese Verbindung zwischen dem Toten aus Vilafranca in Sant Just Desvern und dem Anschlag auf La Rambla und konnte so den Fluchtweg des mutmaßlichen Haupttäters teilweise rekonstruieren. Doch in dem Vorort gibt es nun wohl keine weitere Spur von Abouyaaquoub.

Er soll zuvor auf Barcelonas Touristenmeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen gezielt Passanten überfahren und dabei mindestens 13 Menschen getötet haben.

Eine islamistische Zelle verantwortlich für Anschläge in Barcelona und Cambrils

Wenige Stunden nach der Terrorfahrt von Barcelona war in dem Küstenort Cambrils auch eine Frau ums Leben gekommen, die von mutmaßlichen Terroristen auf der Flucht überfahren wurde. Die fünf Männer wurden im dem rund 100 Kilometer südlich von Barcelona liegenden Küstenort auf der Flucht von der Polizei erschossen.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Attacke in Barcelona und der vereitelte Anschlag in Cambrils von derselben islamistischen Zelle geplant wurden.

Bei der Terrorfahrt von Abouyaaquoub auf Las Ramblas waren mehr als 100 Menschen, darunter 13 Deutsche, verletzt worden. Rund 50 Verletzte wurden am Montag nach Angaben der Rettungskräfte noch in Krankenhäusern behandelt. Einige von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr.

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(sk)

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