"Spiegel"-Chef bekommt Strafzettel aus der Schweiz – jetzt kann er unser Nachbarland nicht mehr ernst nehmen

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Spiegel-Chef bekommt Strafzettel aus der Schweiz – jetzt kann er das Land nicht mehr ernst nehmen | iStock
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  • Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer ist in Zürich zu schnell gefahren
  • Obwohl es nur um 1 km/h geht, soll er jetzt eine Strafe zahlen
  • Auf Facebook macht er sich jetzt über die Schweiz lustig

Wer zu schnell fährt, bekommt einen Strafzettel. Auch in der Schweiz. Und dort sind die Behörden ziemlich pingelig.

Das sieht zumindest Klaus Brinkbäumer, der Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Spiegel", so. Er ist am 4. Juni in Zürich unterwegs gewesen. Und in eine Radarfalle geraten.

Brinkbäumer ist 54 km/h schnell gewesen. Erlaubt sind allerdings nur 50 km/h. Da die Schweiz bei Lasermessungen bei dieser Geschwindigkeit nochmal 3 km/h aus Toleranz abzieht, ist Brinkbäumer genau 1 km/h zu schnell gefahren.

Und hat dafür einen Strafzettel kassiert.

Ein Bild des Behörden-Briefes hat er auf Facebook veröffentlicht - gemeinsam mit einer deutlichen Botschaft an unser Nachbarland: "Liebe Schweiz, ich weiß schon, Du möchtest ernst genommen werden, aber manchmal fällt das schwer. Herzlich, Dein Klaus."

"Unglaublich, wegen einem km/h"

Viele Facebook-Nutzer teilen Brinkbäumers Wut.

Der User Matthias scheint darüber nur den Kopf schütteln zu können: "What, 1 km/h. Unglaublich, wegen einem km/h....omg", schreibt er unter Brinkbäumers Beitrag.

Auch Verena kann die Schweiz nicht mehr ernstnehmen. Sie kommentiert den Beitrag mit folgenden Worten: "Die Schweiz kann manchmal echt nicht ernst genommen werden. Sie ist halt noch klein."

Die Vorwürfe kann allerdings nicht jeder Kommentator verstehen. Viele stellen sich hinter die Schweizer Behörden.

"Wenn man sich nicht an die Regeln hält, muss man mit Konsequenzen rechnen"

Allen voran natürlich die Schweizer.

Gaffur aus Zürich schreibt: "Klaus, wenn man sich nicht an die Regeln hält, muss man mit Konsequenzen rechnen."

Da stimmen ihm auch viele andere zu. Einer schickte sogar gleich eine Botschaft an alle Deutschen:

"Liebes Deutschland, ich weiss schon, dass Du ernst genommen werden willst, aber bitte bring deinen Bürger bei, was es heisst sich wie ein netter, gesetzestreuer Besucher zu benehmen, ohne zu klagen."

Übrigens: Auch in Deutschland wären in diesem Fall nur 3 km/h Toleranz abgezogen worden.

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(ben)

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