"Promi Big Brother": Warum am Sonntag weder Obert noch de Jong gehen mussten

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Hätte am zehnten Tag vielleicht die Show verlassen müssen, wurde aber womöglich von einem technischen Fehler gerettet: Claudia Obert

Teebeutel, Poker und ein Kickbox-Weltmeister: Im bunten Chaos des "Promi Big Brother"-Hauses kochten wieder einmal die Gemüter hoch. Nicht zuletzt, weil von den noch neun Bewohnern am zehnten Tag ein weiterer gehen sollte. Dazu kam es wegen eines technischen Fehlers aber nicht.

Schon wieder Sexgeschichten

Den "Alkohol Blues" und weitere Songs von Willi Herren hören Sie hier

Für allerlei Anzüglichkeiten sorgte allen voran wieder einmal Claudia Obert (55). Die Luxuslady erzählte Willi Herren (42, "Annemarie") und Dominik Bruntner (24), dass sie in der vergangenen Nacht von dem jungen Mister Germany geträumt habe. "Vom Ohrläppchen bis zum großen Zeh" habe sie letzteren im Traum verwöhnt. "The Beauty and the Beast", lästerte Herren. Das hielt Obert nicht davon ab, eine weitere ihrer Sexgeschichten zu erzählen. An einer Bar in London habe sie einen Pokerspieler namens Stewart kennengelernt. Der habe nach intimen Stunden verblüfft festgestellt, dass sie ja zwei Jahre älter sei als seine Mutter. Noch heute schreibe er ihr aber ab und an.

Fragwürdige Modeerscheinung: Milo Moiré mit Tanga über der Hose

Auch Milo Moiré (34) fehlt der Sex. Der sei schließlich für "Gesundheit, Immunsystem und Teint" gut. Zur Ablenkung initiierte sie eine glücklicherweise nur kurze Modeerscheinung. Während Evelyn Burdecki (28) im "Alles" im roten Badeanzug nach "Baywatch"-Art umherlief, gammelten Moiré und Jens Hilbert (39) im "Nichts" mit ihren Unterhosen - getragen über ihrer herkömmlichen Hose - herum. Bei Burdecki und Herren gab es unterdessen neue Kuscheleinheiten. Er solle "Freunde, Freunde, Freunde" ins Mikro sagen, flüsterte sie unter der Bettdecke, das glaube Herren zufolge aber "kein Mensch". Recht hat er!

Es geht halt nicht ohne Drama

In den Rückblicken, in denen die ausgeschiedene Sarah Knappik (30) noch zu sehen war, herrschte stattdessen Zwietracht. Steffen von der Beeck (43) hatte sich schon die ganze Zeit über das Model aufgeregt, die ihm sichtlich auf die Nerven ging. Hilbert geriet ins Kreuzfeuer der schlechten Laune, auch wenn von der Beeck sich mit einem "Das bist auch nicht du, der das abkriegt, das ist dir klar, ne?" entschuldigte. Für den Medien-Berater sei es schon schwer mit Knappik in einem Raum zu sein, die nach einer missglückten Challenge, bei der die Bewohner Teebeutel auf eine Wäscheleine werfen sollten, den anderen ein "Leck mich, ich sag gar nix mehr" entgegen schmetterte.

Die Bewohner diskutieren über Sarah Knappik

Die von Herren am Vortag als "Unruhestifterin" betitelte Knappik war zwar raus. Im Haus war sie aber immer noch ein Thema. Herren nahm sich Bruntner zur Brust, der laut eigener Angabe mittlerweile "ein anderes Bild" habe, als zuvor, als er noch kräftig ins sie verknallt schien. Herren habe ihm "die Augen geöffnet". Das war wohl der Grund, warum er sich von dem Model auch nur mit einer kurzen Umarmung verabschiedet hatte. Fairer Zug der Bewohner: Herren und die anderen baten darum Knappik nach ihrem Auszug in Ruhe zu lassen und nicht zu mobben. Hasskommentare auf Twitter, Facebook und Co. sind unerwünscht!

"Weine ruhig mein Kind"

Kern, Herren und Caught-in-the-Act-Sänger Eloy de Jong (44) schlugen aber auch ernste Töne an. Der "Love Is Everywhere"-Sänger erzählte, dass sein Vater ihm nur einmal in seinem Leben gesagt habe, dass er stolz auf ihn sei. Im Gegenzug habe de Jong aber auch nur einmal zu ihm gemeint, dass er ihn liebe. Kern erzählte, dass sie vier Wochen gehabt habe, um sich von ihrer Mutter zu verabschieden. "Ich kannte nicht, dass meine Mutter mich umarmte", auch gestreichelt oder geküsst habe ihre Mama sie nie. Am Krankenbett habe Kern sie dann erstmals richtig im Arm gehalten und sie habe "Weine ruhig mein Kind, weine." gesagt. Jede einzelne Sekunde dieser letzten Tage sei für die Designerin schön gewesen. Am bewegendsten war jedoch Willi Herrens Geschichte. Unter Tränen erzählte er davon, dass sein Vater dement sei. "Ich hab halt Angst vor dem Tag, wo mein Papa mich nicht mehr erkennt", erzählte er. "Ich weiß nicht, wie ich mit der Situation dann umgeh."

Willi Herren erzählte unter Tränen von der Demenzerkrankung seines Vaters

Im "Melonen-Crash"-Duell sollte de Jong schließlich gegen Kickbox-Weltmeister Michael Smolik (26) antreten. Während dieser so schnell wie möglich 20 Melonen kaputt treten sollte, bekam der Sänger zur Hilfe eine Schaufel. Überraschend knapp verlor de Jong mit nur knapp einer Sekunde, musste zur Strafe aber trotzdem aus dem "Alles" ins "Nichts".

Zuletzt stand erneut eine Eliminierung auf dem Programm. Dieses Mal durften die Kandidaten nur Mitbewohner aus dem eigenen Bereich nominieren. Die Zuschauer sollten eigentlich laut Stimmvergabe entscheiden, ob sie Claudia Obert aus dem "Alles" oder Eloy de Jong aus dem "Nichts" nicht mehr im Haus sehen wollten. Doch die Moderatoren Jochen Schropp (38) und Jochen Bendel (49) mussten kurz darauf erklären, dass es im Duell vermutlich zu einem Messfehler gekommen war. Und De Jong wurde bekanntlich nur ins "Nichts" gesteckt, weil er gegen Smolik angeblich verloren hatte. Die Macher waren sich offenbar nicht sicher, was sie tun sollten. Minutenlang lief einfach eine unkommentierte Live-Übertragung aus dem Haus. Schließlich wurde entschieden: Sollte wirklich ein Fehler vorliegen, so wird die Nominierung am Montagabend wiederholt. Bis dahin bleiben alle derzeitigen Bewohner im Haus.

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